Dossiers

An dieser Stelle finden Sie längere Überblickartikel zu einzelnen Schwerpunktthemen der chronik.LE, welche nach und nach ergänzt und aktualisiert werden. Diese Dossiers ergeben sich teilweise aus den Problem-Schwerpunkten, die sich im Laufe der Dokumentation ergeben. Darüber hinaus bieten Sie aber auch Platz zur Beschreibung diskriminierender gesellschaftlicher Zustände, die sich nicht anhand spezifischer Ereignisse aufzeigen lassen, und somit in der Ereignischronik zuwenig berücksichtigt werden.

RassismusRassismus

Auf gute Nachbarschaft - Zur dezentralen Unterbringung von AsylbewerberInnen

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In Leipzig stoßen Pläne zur dezentralen Unterbringung von AsylbewerberInnen auf heftige Proteste – aber auch auf viel Zustimmung

Von Sarah Lempp. (Zuerst veröffentlicht in der Zeitschrift Analyse und Kritik, Ausgabe Nr. 574 | 17. August 2012)

»Wir sind das Volk!«, skandiert die Menschenmenge vor dem »Kulturhaus Völkerfreundschaft« in Leipzig-Grünau und rüttelt an den Türen, um Einlass in den überfüllten Saal zu fordern. Dort stellt Sozialbürgermeister Thomas Fabian (SPD) an jenem Abend des 11. Juni 2012 das städtische Konzept vor, demzufolge in Grünau ein weiteres Asylbewerberheim eröffnet werden soll. Rund 500 AnwohnerInnen sind gekommen, die Stimmung ist aufgeheizt. Auch 20 Jahre nach den Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen scheint sich wenig geändert zu haben an den Ressentiments, die sich in der Mitte der Gesellschaft gegenüber Asylsuchenden finden. » weiterlesen

Fußball und DiskriminierungFußball und Diskriminierung

„Leipziger Tradition"

Neonazis in der Fanszene des 1. FC Lok Leipzig

Kaum ein Begriff wird von Fußballfans so überladen wie der der Tradition. Traditon ist da per se etwas gutes, Tradition wird von den Fans hochgehalten. Am 31. Oktober 2012 gab es ein "Derby der Traditionsteams", wie der MDR zu berichten wusste. Gemeint war das Spiel des 1. FC Lokomotive Leipzig gegen den 1. FC Magdeburg. Die Fans der Vereine verbindet eine traditionelle Abneigung. Solche Spiele haben für aktive Fans immer eine besondere Bedeutung. Hier wird sich nicht nur auf dem Platz gemessen, sondern auch auf den Rängen. Doch während die gastgebende Lok das Spiel auf dem Feld gewinnt, herrscht auf den Rängen eher Tristesse. Nur etwa 300 der 2.500 Lokfans machen die Stimmung, ihre Sprüche und Gesänge sind im besten Fall einfallslos, gern martialisch. Der Gegner aus Magdeburg wird von jenen Fans mehrfach mit dem Begriff "Asylanten" belegt, was in dem Fall wohl eine Beleidigung sein soll. » weiterlesen

Titel eingetragen am
„Leipziger Tradition" 01.04.2013 - 21:04
Fußball und Diskriminierung am Beispiel Leipziger Fußballfans 25.07.2009 - 15:16

Organisierter NeonazismusOrganisierter Neonazismus

„Leipziger Tradition"

Neonazis in der Fanszene des 1. FC Lok Leipzig

Kaum ein Begriff wird von Fußballfans so überladen wie der der Tradition. Traditon ist da per se etwas gutes, Tradition wird von den Fans hochgehalten. Am 31. Oktober 2012 gab es ein "Derby der Traditionsteams", wie der MDR zu berichten wusste. Gemeint war das Spiel des 1. FC Lokomotive Leipzig gegen den 1. FC Magdeburg. Die Fans der Vereine verbindet eine traditionelle Abneigung. Solche Spiele haben für aktive Fans immer eine besondere Bedeutung. Hier wird sich nicht nur auf dem Platz gemessen, sondern auch auf den Rängen. Doch während die gastgebende Lok das Spiel auf dem Feld gewinnt, herrscht auf den Rängen eher Tristesse. Nur etwa 300 der 2.500 Lokfans machen die Stimmung, ihre Sprüche und Gesänge sind im besten Fall einfallslos, gern martialisch. Der Gegner aus Magdeburg wird von jenen Fans mehrfach mit dem Begriff "Asylanten" belegt, was in dem Fall wohl eine Beleidigung sein soll. » weiterlesen

GeschichtsrevisionismusGeschichtsrevisionismus

Ausweichorganisation für Holocaustleugner in Sachsen? Der Verein Gedächtnisstätte in Borna

Leipziger Neonazis stehen Spalier

Nach der Bestätigung des Verbots der rechtsextremen Vereine "Collegium Humanum" und "Bauernhilfe" vor dem Bundesverwaltungsgericht gerät nun auch der "Verein Gedächtnisstätte" verstärkt in das Licht der Öffentlichkeit.

Von Kai Budler - übernommen von NPD-BLOG.INFO / 26.8.2009 » weiterlesen

Weitere DossiersWeitere Dossiers

Der Tod eines Obdachlosen

Südbahnhof in Oschatz

Junge Männer treten im sächsischen Oschatz den Obdachlosen André K. zu Tode. Ob rechter Hass das Motiv war, hat die Staatsanwaltschaft nicht ermittelt

Von Michael Kraske

Nicht mal ein Foto ist von André K. geblieben. Als hätte es ihn nie gegeben. Das Wartehäuschen am Südbahnhof im kleinen Oschatz mitten in Sachsen, wo sich der 50-Jährige am Abend des 26. Mai schlafen gelegt hatte, ist neu gestrichen. Die Bank, auf der er mit einem Tritt geweckt wurde, ist entfernt worden. Müll liegt rum. Kein Kranz, keine Tafel erinnern daran, dass junge Männer ihn hier so lange traten, bis er sich nicht mehr rührte. » weiterlesen