Antisemitische Hetze durch "Freie Kräfte Leipzig" und Lok-Fans

14.

Oktober
2007
Sonntag
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Sonntag, 14. Oktober 2007

Am 14.10. kam es anlässlich des Lokalderbys FC Sachsen (II) gegen Lokomotive gleich zu mehreren Aktionen mit Nazibeteiligung.

Zunächst gab es am Vormittag am Südplatz einen Angriff von etwa 70 Lok-Hooligans auf Teilnehmer des von den “Diablos”-Ultras organisierten Fanmarsches. Die Angreifer sammelten sich bereits früher im fischerArt-Haus und brachten bei ihrer Aktion an einem Gitter an der Außenwand ein Transparent mit der Aufschrift “Antifa heißt Angriff - hahaha - na dann traut euch doch” und einem stilisierten Hitler-Konterfei an.

Im Zentralstadion sammelte sich auf der Gegengerade eine Gruppe von rund 35 Personen, die u.a. aus Mitgliedern der “Freien Kräfte Leipzig”, etwa zehn Kameradschafts-Nazis aus Berlin. Zur Provokation der Sachsen-Kurve wedelte ein Mitglied der Freien Kräfte Leipzig mit einer Iran-Fahne. Eine andere Gruppe in der Gegengerade tat sich mit “Schwule”- und “Juden, Juden”-Rufen hervor. Aus Lok-Kreisen wurden schon für den Vorabend Aktionen angedroht, die “Blue Caps” etwa riefen dazu auf, Chemie-Fans und Angehörige der “gewalttätigen autonomen Szene” anzugreifen - es blieb jedoch bei dem Abschuss einer Signalrakete aus einem fahrenden Auto heraus auf den Fanladen des “Roten Stern” (“Fischladen”) auf der Wolfgang-Heinze-Straße.

Quelle: 

Gamma - Antifa Newsflyer, Nr. 181