"Freies Netz"-Kundgebung gegen Demokratie

06.

Oktober
2011
Donnerstag
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Donnerstag, 6. Oktober 2011

Am Abend fand im Bürgerhaus Geithain eine Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung unter dem Titel "Rechtsextremismus im Landkreis Leipzig" statt, gegen die ungefähr 15 Neonazis eine Kundgebung durchführten.

Die Kundgebung meldete der NPD-Stadtrat Manuel Tripp unter dem Motto "Gegen die unreflektierte Akzeptanz der Demokraten" an. Wie schon bei einer früheren Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung im Mai trat als vermeintlicher Veranstalter das "Netzwerk für Tolerie und Demokranz" auf. Mit ihrer Aktion richteten sich die Neonazis unmittelbar gegen die demokratische Zivilgesellschaft, die sich gegen Rassismus und Neonazismus positioniert.

In dem Kundgebungsbericht auf der Webseite des "Freien Netz Geithain", verweisen diese auf den angeblichen Erfolg ihres "Protests". Dabei stellten sie fest, dass "nur Wenige den Weg nach Geithain" ins Bürgerhaus fanden, zudem kamen "außer den Veranstaltern (...) wie gewohnt keine Geithainer." Und obwohl keine oder kaum Besucher_innen anwesend gewesen sein sollen, schafften es Tripp sowie die anwesenden Neonazis mit dem Einsatz all ihrem Könnens dennoch, Flugblätter zu verteilen, die angeblich "weg(gingen) wie warme Semmeln".

Quelle: 

Netzwerk Naunhof, Augenzeug_innenberichte, Twitter-Meldungen und Bericht des "Freie Netz Geithain" vom 06.10.2011