Junge Frau wird in der Südvorstadt von acht Nazis angegriffen

01.

Mai
2009
Freitag
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Freitag, 1. Mai 2009

Am 1. Mai kam es zu einem drastischen Fall rechtsmotivierter Gewalt in der Öffentlichkeit. Gegen 21:30 bepöbelten acht junge Männer in einem Linienbus der Linie 60 der Leipziger Verkehrsbetriebe eine junge Frau. Nach deren Aussage ordneten die Täter die junge Frau auf Grund ihrer Kleidung dem linksalternativen Spektrum zu. Als die junge Frau um Unterstützung bat, reagierten weder andere Fahrgäste noch der Busfahrer. Mindestens der Busfahrer wäre verpflichtet gewesen, unterstützend einzugreifen und die Polizei zu rufen.

Die den Schilderungen nach den "autonomen Nationalisten" zuzuordnenden Täter stiegen mit der Frau an der Haltestelle Kurt-Eisner-/ Ecke Karl Liebknechtstraße aus und bedrängten sie in der Folge körperlich. Schließlich wurde die Betroffene mit Gesicht und Oberkörper an der Hauswand entlang geschleift. Dabei erlitt sie Verletzungen am Oberarm und im Gesicht.

Die Betroffene machte aus Angst vor weiteren Übergriffen keine Anzeige bei der Polizei. In einem eventuellen Gerichtsverfahren müßte die junge Frau als Klägerin oder Zeugin ihre persönlichen Daten preisgeben.