Landeskongress des sächsischen NPD-Nachwuchses

26.

März
2011
Samstag
Druckeroptimierte VersionAls Email versenden
Samstag, 26. März 2011

Die NPD-Jugendorganisation "Junge Nationaldemokraten" (JN) hat am Sonnabend einen "Landeskongreß" durchgeführt, bei dem u.a. eine neue "Führungsmannschaft" gewählt wurde. Ort der Zusammenkunft war vermutlich der Landkreis Nordsachsen - ein Bericht darüber findet sich auf der Seite des "Aktionsbüros Nortdsachsen" des neonazistischen, eng mit der JN verbandelten "Freien Netzes".

Alter und neuer JN-Landesvorsitzender ist demnach der Leipziger Tommy Naumann. Zu seinem Stellvertreter gewählt wurde der "Stützpunktleiter" der JN Muldental, Mathias König aus Wurzen. Nicht namentlich genannt werden die neu gekürten "Amtsleiter" für die Bereiche "Geschäftsführung, Organisation, Propaganda und Medien und Beratung".

JN-Chef Naumann trug auch einen "Rechenschaftsbericht" über die vergangenen beiden Jahre vor. Demnach habe 2009 im Zentrum der Bemühungen gestanden, "die einzelnen JN Stützpunkte zu vernetzen und zu einer organisatorischen Einheit zu formen", dabei habe ein besonderes Augenmerk auf der Zusammenarbeit mit den "Freien Kräften" gelegen. Als Höhepunkte angeführt werden für dieses Jahr ein "Reitausflug von JN-lern aus Sachsen und Brandenburg" sowie der "Beginn der 'Recht auf Zukunft' Kampagne". Im Rahmen dieser "Kampagne" sollten 2009 und 2010 in Leipzig zwei Neonazi-Demonstrationen stattfinden, die jedoch beide kläglich scheiterten. Ende 2010 verkündeten die Kampagnen-Macher daher, in Zukunft in Leipzig auf solche Aufmärsche verzichten zu wollen.

Folgerichtig werden diese Aufmarschversuche in dem Bericht vom "Landeskongreß" nicht weiter erwähnt. Statt dessen wird stolz darauf verwiesen, dass der "Löwenanteil" der 100 Ordner beim "Trauermarsch" in Dresden im vergangenen Jahr aus den Reihen der "sächsischen JN Stützpunkte" stammte. Dass die Großdemonstration in Dresden 2010 trotz dieser "braunen Schutztruppe" erfolgreich blockiert wurde (und auch 2011 kein Erfolg wurde), findet keine Erwähnung. Verwiesen wird dafür auf kleinere Neonazi-Aufmärsche wie im April zum "Elbe-Day" in Torgau, den "JN Sachsentag" und das "Heldengedenken" in Wurzen, die von "JN Kadern" geplant und durchgeführt worden seien.

Mit Blick auf diese "Erfolge" und weitere geplante "Aktionen und Aktivitäten" macht sich der NPD-Nachwuchs Mut, dass "auch in Zukunft mit den sächsischen JN" zu rechnen sei.

Quelle: 

Internetseite des neonazistischen "Aktionsbüro Nordsachsen" vom 28.03.2011