Migrant verletzt sich auf der Flucht vor rassistischen Angreifern

27.

Januar
2010
Mittwoch
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Mittwoch, 27 Januar 2010

Am Mittwochabend haben zwei junge Männer einen aus Algerien stammenden Migranten in der Nähe der Innenstadt zunächst rassistisch beleidigt und anschließend in bedrohlicher Absicht verfolgt. Auf der Flucht vor ihnen zog sich der Mann nach Angaben der Opferberatung Leipzig der RAA Sachsen eine schwere Verletzung zu.

Als der Deutschalgerier gegen 22 Uhr die Straßenbahn in Höhe Johannisallee verließ, bemerkte er zwei 25- bis 30-jährige Männer, die ihn auf eine aggressive Art und Weise beobachteten. Zunächst beleidigten diese jedoch einen neben ihm stehenden älteren Mann mit Ausrufen wie „Wir brauchen keine alten Männer und alten Leute“ und Begriffen wie „Schädlinge" und „Schmarotzer“. Anschließend dehnten die beiden ihre Hasstiraden auf den Migranten aus, der bereits seit einigen Jahren die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt. Unter anderem riefen sie: „Wir wollen Deutschland von Kanaken befreien."

Dies löste bei dem Mann, der bereits vor 15 Jahren Opfer neonazistischer Gewalt geworden war, panische Angst aus. Aus diesem Grund rannte er los und überquerte eine rote Ampel. Die beiden Angreifer verfolgten ihn solange, bis ein anderer Passant hinzukam. Am Ende der Hetzjagd wurde dem Flüchtenden der Neuschnee zum Verhängnis: Er rutschte aus und brach sich die Kniescheibe. Dem Vorfall folgte eine stationäre Aufnahme ins Krankenhaus, da sich der Mann nun einer Operation unterziehen muss.

Quelle: 

Opferberatung Leipzig der RAA Sachsen e.V.