Naziüberfälle in Colditz und Geringswalde

23.

Februar
2008
Samstag
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Samstag, 23. Februar 2008

Colditz. Rund 100 vermummte Nazis haben am Samstag in Colditz (Muldentalkreis) randaliert und ein Geschäftslokal schwer beschädigt. Viele der Randalierer gehören zu der verbotenen Kameradschaft "Sturm 34", teilte die Polizei mit. Erst vor einer Woche hatten rechte Schläger das Auto von fünf Nazi-Gegnern demoliert und sie mit dem Tode bedroht.

Die Gruppe sei offensichtlich angereist, um ein Konzert aus der linken Szene zu stören, hieß es. Als klar wurde, dass ein solches Konzert in Colditz gar nicht stattfand, zogen die dunkel gekleideten und vermummten Neonazis gegen 19.30 Uhr durch die Innenstadt. Aus der Menge heraus wurden Fensterscheiben eines Elektrogeschäfts und einer Wohnung eingeschlagen und Nebelgranaten in einen Geschäftsraum geworfen. Personen seien nicht verletzt worden, der Naziauflaud habe sich nach etwa zehn Minuten aufgelöst. Die Polizei nahm von mehreren Beteiligten die Personalien auf. Zur Aufklärung wurde eine Ermittlungsgruppe beim Dezernat Staatsschutz eingerichtet. Viele der Randalierer seien der verbotenen Neonazi-Kameradschaft "Sturm 34" zuzuordnen, teilte die Polizei in Leipzig mit.

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in gekürzter/redigierter Fassung übernommen von: Redok