Neonazistische Propagandaaktion in Eilenburg

17.

März
2012
Samstag
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Samstag, 17. März 2012

Am 17. März versammelten sich mehrere Neonazis in Eilenburg, um gegen polizeiliche Ermittlungen im Rahmen eines Verfahrens gegen das neonazistische „Aktionsbüro Mittelrhein“ zu protestieren. Zwei Tage zuvor, am 15.März, rechtfertigte sich das neonazistische "Aktionsbündnis Nordsachsen" im Internet für die Protestaktion und rief zu weiteren Protestkundgebungen auf.

In insgesamt vier Bundesländern (Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Thüringen) wurden am 13. März mehrere Häuser von der Polizei durchsucht. Die Ermittlungen richten sich gegen das neonazistische „Aktionsbüro Mittelrhein“ mit seiner Zentrale in Bad Neuenahr-Ahrweiler – das sogenannte Braune Haus. Bei den Durchsuchungen wurden neben Pistolen und Gewehren auch große Mengen Munition sichergestellt.

Laut Frankfurter Rundschau wird den "Beschuldigten im Alter zwischen 17 und 54 Jahren unter anderem vorgeworfen, mit dem „Aktionsbüro Mittelrhein“ eine kriminelle Vereinigung gegründet und gefährliche Körperverletzung begangen zu haben. Außerdem werden sie des schweren Landfriedensbruchs und der Verwendung verfassungswidriger Kennzeichen beschuldigt."