Nordsächsiche Nazis feiern in Eilenburg "Sommersonnenwende"

21.

Juni
2012
Donnerstag
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Donnerstag, 21. Juni 2012

Eine Gruppe von 16 Neonazis (plus Fotograf/in) aus Nordsachsen feierte am Donnerstag auf einem Feld bei Eilenburg die "Sommersonnenwende". Dazu türmten sie ein paar Holzlatten zu einer 30 cm hohen Feuerstelle auf - in deren Mitte wurde ein Holzkreuz gesteckt. Das Abbrennen ihres Scheiterhäufchens begutachteten die "Aktivisten" einem Bericht des "Aktionsbüro Nordsachsen" zufolge mit Fackeln in der Hand und einem Lied auf den Lippen. Zuvor gab es eine schwülstige Rede des nordsächsischen JN-Stützpunktleiters Paul Rzehaczek. Dieser schwadronierte mal wieder vom drohenden Volkstod und dem "Feuer im Herzen des deutschen Volkes", das wieder entfacht werden müsse. Einen Tag später gab es eine ähnliche Feier im Leipziger Nazi-Zentrum.

In ihrer völkischen Konstruktion der deutschen Nation stellen sich Nazis gern in die Tradition germanischer Mythen und Riten - zumindest was sie dafür halten. Zur Zeit des Nationalsozialismus belebten die Nazis auch die angeblich altgermanischen "Sonnenwendfeiern" wieder. „Volk, Blut und Boden“ sollten bei den Feiern symbolisch miteinander verbunden werden.

Quelle: 

Nazi-Seite "Aktionsbüro Nordsachsen" vom 28.06.2012