Dokumentation faschistischer, rassistischer und diskriminierender Ereignisse in und um Leipzig

Ladenprojekt Atari von Nazis angegriffen

17.

August
2008
Sonntag

Am Sonntagmorgen gegen 3:30 Uhr hat eine Gruppe von rund zehn Nazis das Ladenprojekt Atari im Täubchenweg, Ecke Kippenbergstraße angegriffen. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich allerdings noch um die 30 Menschen in der Lokalität. Die Nazis riefen Sprüchen wie "Heil Hitler" und "Zecke verecke" und versuchten gewaltsam, ins Innere des Ladens zu gelangen. Dabei setzten sie Pfefferspray ein und verletzten einen Besucher zumindest leicht.

NPD-Landtagsabgeordneter greift Club-Besucher mit verbotenem Pfefferspray an

17.

August
2008
Sonntag

Der sächsische NPD-Landtagsabgeordnete Jürgen Gansel greift bei einer Auseinandersetzung mit einer anderen Person vor einem Club in der Leipziger Hainstraße zu Pfefferspray. Zwei unbeteiligte Frauen werden durch die Pfefferspray-Attacke ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Die Staatsanwaltschaft Leipzig prüft nun die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen den NPD-Mann wegen Körperverletzung, da der Einsatz von Pfefferspray gegen Menschen in Deutschland nur der Polizei gestattet ist.

Parolen und Bedrohungen beim Stadtfest in Borna

3.

Oktober
2008
Freitag

Im Vorfeld des Aufmarsches, den das Neonazi-Netzwerk "Freies Netz" am Tag der Deutschen Einheit in Geithain veranstaltet, wird in Borna an mindestens sechs Orten die Parole "Revolution jetzt 3.10 Geithain" an Gebäude gesprüht.

Antisemitische Parole während LOK-Spiel

4.

Oktober
2008
Samstag

Während des Spiels Jena II gegen LOK am Samstag skandierten ca. 40 der 1300 mitgereisten LOK-Fans die antisemitische Parole "Juden Jena". Nach der Aufforderung seitens des Stadionsprechers, die Parole zu unterlassen, verstummten die LOK-Fans.

Demonstration gegen Thor Steinar Laden "Tönsberg" gestört

28.

August
2008
Donnerstag

Am 28.8. fand eine Demonstration des "Ladenschluss. Aktionsbündnis gegen Nazis" statt. Grund dafür war ein weiterer Gerichtstermin gegen den Betreiber des Tönsberg, dessen Geschäft hauptsächlich die Neonazimarke Thor Steiner verkauft. Die Demonstration startete am Südplatz und endete am Williy-Brand-Platz. In der Petersstraße kurz vor dem Markt, dem Ort der Zwischenkundgebung, fuhren zwei Unbekannte mit Fahrrädern an die Demonstration heran und warfen einen Knallkörper in Richtung dieser, danach flüchteten sie. Die Verhandlung zum Tönsberg wurde desweiteren erneut vertagt.

Über Spannungsfelder und Widersprüche. Unser Projekt chronik.LE und der alltägliche Sexismus

Der Text erschien zuerst in der aktuellen Ausgabe der Leipziger Zustände. Anlässlich des Frauenkmapftages wollen wir ihn nochmal gesondert veröffentlichen und zur Diskussion stellen.

Leipzig liest weltoffen: Vorstellung der "Leipziger Zustände" auf der Buchmesse

Veranstaltung 22.03.2019 Leipzig

In den vergangenen Jahren nutzen (Neue) Rechte die Buchmesse als politische Plattform. Mit dem Format "Leipzig liest weltoffen" sollen bewusst zivilgesellschaftliche Perspektiven auf die Buchmesse getragen werden und einer großen Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Wir stellen dazu nochmal unsere Broschüre "Leipziger Zustände" vor: Die regelmäßig erscheinende Broschüre bietet in ihrer sechsten Ausgabe einen Überblick zu Faschismus, Rassismus und Diskriminierung in der Leipziger Region.

Rechte Orte in Leipzig - Vortrag und Diskussion

Veranstaltung 21.03.2019 Leipzig

Sachsen ist eines der Bundesländer mit der größten Infrastruktur von und für Neonazis. Die Bandbreite reicht von Fachgeschäften für Militaria, NS-Devotionalien, Versandhandel von Musik und Klamotten über Tattoo-Studies, Konzert- und Partylocations bis zu Seminarräumen und Zeltplätzen. Dabei haben diese Orte für die rechte Szene eine wichtige Bedeutung - nach innen für die Finanzierung, als auch nach außen für die Rekrutierung und Politisierung. Im Umfeld rechter Orte lässt sich häufig ein erhöhtes Aufkommen von Propagandaaktivitäten, Anfeindungen und Gewalt feststellen.

Neonazismus, Rassismus und rechte Strukturen in Borna und Umgebung

Veranstaltung 20.03.2019 Borna

Das Vereinsbüro von Bon Courage e. V. ist in den vergangenen Jahren immer wieder Ziel von neonazistischen Angriffen geworden, so im Mai 2016 und im Juni 2017. Durch die Anschläge wird versucht die Arbeit des Vereins zu beenden. Im April 2018 tauchten rechte Aufkleber am Büro auf, welche die Arbeit des Vereins diskreditieren. Weiterhin finden sich in unregelmäßigen Abständen rechte Schmierereien und Aufkleber im Stadtgebiet und jenseits der Stadtgrenze. Einige Geflüchtete erfahren im Landkreis Ablehnung und körperliche Angriffe.

Neue Dossiers

Auf der vom 15. bis. 18. März stattfindenden Leipziger Buchmesse werden auch wie in den vergangenen Jahren rechte Aussteller ihre ausgrenzende Ideologie verbreiten. Nach dem Eklat auf der Frankfurter Buchmesse und den darauf folgenden Diskussionen...
Mit finanzieller Unterstützung der lokalen Partnerschaft für Demokratie haben wir 2017 erneut ein Projekt im Landkreis Leipzig mit dem Titel "Rassismus, Neonazismus und rechte Gewalt im Landkreis Leipzig" realisieren können. Zu diesem liegt nun der...
Am 24. September 2017 wird in Deutschland ein neuer Bundestag gewählt. Wir wollen aus diesem Anlass einen genaueren Blick auf ausgewählte KandidatInnen der Alternative für Deutschland (AfD) in der Leipziger Region lenken.[1] Aktuellen Prognosen...
Mit finanzieller Unterstützung der lokalen Partnerschaft für Demokratie haben wir von September bis Dezember 2016 ein Projekt im Landkreis Leipzig mit dem Titel "Sichtbarmachung rechter Gewalt im Landkreis Leipzig" realisieren können. Zu diesem...
Eine Chronik gruppenbezogen-menschenfeindlicher Ereignisse und Gewalttaten, die in Zusammenhang mit asylfeindlichen Protesten stehen. Die Chronik erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Einsendungen sind über das Feld "Ereignis melden" möglich....
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