Dokumentation faschistischer, rassistischer und diskriminierender Ereignisse in und um Leipzig

Rechtsrock-Konzert in Schildau

14.

Juni
2008
Samstag

Wie eine kleine Anfrage bei der sächsischen Staatsregierung ergab, soll in Schildau ein neonazistisches Konzert stattgefunden haben. Sowohl Veranstalter als auch Bands können jedoch "nicht genannt werden". Ob der Verfassungsschutz diese geheim halten will, oder keinerlei Erkenntnisse vorliegen, wird nicht klar.

Wortergreifungsstrategie: Nazis besuchen Diskussion der BI Großzschocher

9.

Juni
2008
Montag

Am 9.6 wurde eine Veranstaltung der Bürgerinitiative gegen Rechts Großzschocher in der 56. Mittelschule von Nazis besucht. Während sich etwa sieben von ihnen im "autonomen Nationalisten"-Outfit in den Veranstaltungssaal setzten, waren vor der Mittelschule etwa nochmal so viele Nazis präsent. Nach einigem Tumult setzte die Bürgerinitiative ihr Hausrecht durch und verwies die unerwünschten Besucher des Raumes. Unter ihnen befand sich auch Istvan R., der als zentrale Figur der "Freien Kräfte Leipzig" gilt.

Sparkasse neben KOMM-Haus in Grünau besprüht

5.

Juni
2008
Donnerstag

Am 5. Juni wurde die Sparkasse unmittelbar neben dem KOMM-Haus großflächig mit dem Slogan "Kapitalismus zerschlagen, NS (Nationaler Sozialismus) Jetzt!" besprüht.

Taucha: Hakenkreuze gesprüht

2.

Juni
2008
Montag

Bisher Unbekannte besprühten mehrer Objekte in Taucha mit Hakenkreuzen. Bemerkt wurde die Straftat am 2.6.2008, gegen 8.20 Uhr. Es wurde ein Reisebus besprüht und dessen Lack beschädigt, außerdem wurde eine Pizzeria und ein Fahrschule beschmiert. Der Staatsschutz hat seine Ermittlungen aufgenommen.

21 Hakenkreuze auf einem Parkplatz in der nähe von Naunhof

27.

Mai
2008
Dienstag

In Höhe des Parkplatzes Parthenaue schmierten Unbekannte 21 Hakenkreuze auf die Fahrbahn bzw. die Pfeiler der angrenzenden Brücke der Autobahn A38. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.

Hakenkreuz gesprüht und Wahllakate der demokratischen Parteien entfernt

26.

Mai
2008
Montag

Unbekannte haben in der Nacht zum Montag sämtliche Wahlplakate, außer denen der NPD, von ihren Sichtplätzen im Ortsteil Burkartshain entfernt. Bekannt wurde, dass drei Jugendliche durch den Ort zogen, die die Plakate abgerissen und in wegwarfen. Ein Plakat sei mit einem Hakenkreuz versehn worden. Ortsvorsteher Jörg Grundig erstattete Anzeige.

Angriff während Open-Air-Veranstaltung in Wurzen

25.

Mai
2008
Sonntag

Während einer Open-Air-Veranstaltung auf dem Festplatz an der Collmener Straße beschimpfte ein unbekannter junger Mann gegen 02:00 Uhr drei weitere Personen im Alter von 18, 22 und 24 Jahren. Er rief u.a. "rechtsextremistische" Parolen und zeigte den so Hitlergruß. Die drei wollten daraufhin die Festwiese verlassen. Dieser ließ jedoch nicht ab und warf mit Bierflaschen nach ihnen. Der 24-Jährige wurde von einer vollen Bierflasche dabei leicht verletzt.

Zerstörung von Wahlplakaten in Markkleeberg

22.

Mai
2008
Donnerstag

Am 22.05. wurde gegen 23:00 Uhr durch einen Zeugenhinweis bekannt, dass drei Jugendliche Wahlplakate verschiedener Parteien abgerissen haben.

Die Polizei stellte drei junge Männer (19, 23, 21) im Bereich der Koburger Straße. Bei der anschließenden Durchsuchung der Personen wurden mehrere CDs mit rechtsgerichteter Musik aufgefunden.

Lunzenau: Sachbeschädigung und Graffiti an Windkraftanlage

21.

Mai
2008
Mittwoch

Am Mittwoch wird die Beschädigung einer Windkraftanlage an der Bundesstraße 175 zwischen Elsdorf und Obergräfenhain angezeigt. Unbekannte hatten versucht die Eingangstür des Windrades aufzubrechen. Das gelang jedoch nicht. Der Rohrkörper der Anlage wurde mit dem Schriftzug „frei-sozial-national" beschmiert. Insgesamt entstand an der Windkraftanlage ein Schaden von ca. 600 Euro.

Groitzsch: Polizei verhaftet mutmaßliche Nazischläger

20.

Mai
2008
Dienstag

Die Polizei hat in Groitzsch (Leipziger Land) zwei "rechtsextreme" Schläger verhaftet. Den Jugendlichen (16 und 17 Jahre) wird mehrfache Körperverletzung und Sachbeschädigung vorgeworfen, u.a. der Überfall auf einen 22-Jährigen am 11. Mai 2008 an der Tankstelle in der Schusterstraße. Die drei Tatverdächtigen im Alter von 16 sowie 22 Jahren aus Groitzsch konnten zwischenzeitlich mit Hilfe von Zeugenaussagen bekannt gemacht werden. Gegen sie wurden Haftbefehle erlassen.

Nazi-Hools ziehen "Sieg Heil!"-rufend durch Wurzen

28.

März
2009
Samstag

Gegen 9 Uhr laufen laut gröhlend ca. 30 Neonazis und Fußballhooligans durch die Stadt in Richtung Bahnhof, mutmaßlich auf dem Weg zu einem Spiel des FC Lok Leipzig. Sie rufen mehrfach Naziparolen, wie etwa "Sieg Heil!" u.a., berichten ZeugInnen. Die Polizei wurde informiert. Auf der Zimmermannskreuzung soll es dann zu einem Zusammentreffen der Gruppe mit der Polizei gekommen sein.

Stadtratskandidaten der NPD zerstören Linke- und SPD-Plakate

20.

Mai
2009
Mittwoch

Der NPD-Kreisvorsitzende Helmut Herrmann und der Landesvorsitzende Winfried Petzold - beide kandidieren auch für den Leipziger Stadtrat - sind am Mittwochabend von der Polizei dabei erwischt worden, wie sie Wahlplakate der Partei Die Linke abrissen und diese durch eigene ersetzten. Das berichtet die LVZ unter Berufung auf Polizeikreise. Der Vorfall soll sich gegen 20 Uhr in der Richard-Lehmann-Straße ereignet haben. Neben dem 74-jährigen Herrmann und dem 65-jährigen Petzold sollen noch drei weitere NPD-Anhänger aus Leipzig und Borna an der Umplakatierung beteiligt gewesen sein.

NPD-Plakate zur Eröffnung des Ariowitsch-Hauses

15.

Mai
2009
Freitag

Diese Gelegenheit, um auf sich aufmerksam zu machen, ließ sich die NPD nicht entgehen: In der Nacht zu Freitag, pünktlich zur Einweihung des Ariowitsch-Hauses in der Hinrichsenstraße, wurden auf der gegenüberliegenden Straßenseite an drei Laternenmasten Wahlplakate der neonazistischen und antisemitischen Partei angebracht. Oberbürgermeister Burkhard Jung bezeichnete die Provokation in seiner Rede zur Eröffnung des neuen "Zentrums für jüdische Kultur" der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig als "Schande".

Antisemitische Schmiererei in Reudnitz

15.

Mai
2009
Freitag

An der Mauer der Reudnitzer Brauerei in der Oststraße ist die antisemitische Parole "Hängt Fridman!" entdeckt worden. Gemeint ist vermutlich Michel Friedman, ehemaliger stellvertretender Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland. Seit wann die Schmiererei an der Brauerei-Mauer geschrieben steht, ist bisher unbekannt.

Hakenkreuz-Sprühereien in Malkwitz bei Oschatz

8.

Mai
2009
Freitag

Im Zeitraum vom 8. bis zum 12. Mai wurden nach Angaben der Polizeidirektion Westsachsen in Malkwitz auf die Straße Am Sportplatz sowie auf die Außenwand eines Gebäudes drei Hakenkreuze gesprüht.

Überfall auf dem Heimweg vom Gieszerfest

26.

April
2009
Sonntag

Am Sonntag morgen wurden gegen drei Uhr auf dem Weg von Plagwitz in die Südvorstadt mehrere Personen Opfer eines gewalttätigen Übergriffs. Zwei Personen wurden verletzt und mussten ambulant behandelt werden. Einer der Geschädigten trug zwei Platzwunden am Kopf davon und musste kurzzeitig ins Krankenhaus. Die Betroffenen erstatteten Anzeige bei der Polizei. Bei deren Eintreffen am Tatort waren die beiden Angreifer bereits verschwunden.

Junge Frau wird in der Südvorstadt von acht Nazis angegriffen

1.

Mai
2009
Freitag

Am 1. Mai kam es zu einem drastischen Fall rechtsmotivierter Gewalt in der Öffentlichkeit. Gegen 21:30 bepöbelten acht junge Männer in einem Linienbus der Linie 60 der Leipziger Verkehrsbetriebe eine junge Frau. Nach deren Aussage ordneten die Täter die junge Frau auf Grund ihrer Kleidung dem linksalternativen Spektrum zu. Als die junge Frau um Unterstützung bat, reagierten weder andere Fahrgäste noch der Busfahrer. Mindestens der Busfahrer wäre verpflichtet gewesen, unterstützend einzugreifen und die Polizei zu rufen.

Vermummte Nazis greifen Stadtfestbesucher in Markkleeberg an

1.

Mai
2009
Freitag

Auf dem Markleeberger Stadtfest kam es am 1.Mai gegen 22 Uhr zu einer Massenschlägerei. Informationen der Polizei zufolge drangen etwa 30 zum Teil vermummte Neonazis in das Festzelt ein und attackierten die dort Anwesenden. Mindestens drei Personen wurden verletzt und mussten von einem Notarzt behandelt werden. Die Täter konnten unerkannt im Gedränge des Stadtfestes entkommen.

NPD-Wahlhelfer bedrohen Passant_innen

3.

Mai
2009
Sonntag

In der Nacht vom 3. zum 4. Mai werden in Schleußig, der Südvorstadt, Stötteritz und Holzhausen Wahlplakate der NPD aufgehangen.

"Klebezettel" gefährden in Wurzen die Verkehrssicherheit (und werben für "Nationalen Sozialismus")

16.

April
2009
Donnerstag

Die Wurzener Lokalausgabe der LVZ berichtet am 16. April von einem durch "verschiedene Klebezettel" beinahe "unbrauchbar" gemachten Verkehrsschild am Wurzener Ortseingang. Nur noch ein paar Aufkleber mehr und LKW-Fahrer könnten womöglich nicht mehr erkennen, dass ihnen das Einbiegen von der B6 in die Straße Am Mühlgraben verboten ist. Ein Angestellter der Stadt erklärt, dass es äußerst schwierig sei, die Hinweisschilder von den "unglaublich fest" haftenden Aufklebern zu befreien.

#unteilbare Solidarität gegen rechte Angriffe

Solidaritätsaufruf Unteilbar!

Wir gehören, neben vielen anderen, zu den Erstunterzeichner_innen eines Solidaritätsversprechens vom Bündnis Unteilbar welches wir im Folgenden dokumentieren.

#unteilbar heißt, unterschiedliche Formen von Kämpfen und Inhalten anzuerkennen und zu akzeptieren – Unser Zusammenschluss ist unsere Stärke! Angriffen auf Einzelne stellen wir uns entgegen. (aus den Essentials)

Redebeitrag Kundgebung "Rechte Hetze ist keine Alternative!"

Redebeitrag 06.03.2020

In Taucha fand, organisiert durch die Initiative "Solidarische Alternativen für Taucha" eine Kundgebung gegen eine AfD-Veranstaltung statt. Wir haben zu dieser einen Redebeitrag zur Situation vor Ort beigesteuert. Alle dokumentierten Ereignisse aus Taucha können hier nachgelesen werden.

Von Legida zu AfD – Rechte Kontinuitäten? Was waren unsere Antworten?

Veranstaltung 22.02.2020

Wir beteiligen uns mit einem Input an der Veranstaltung "Von Legida zu AfD – Rechte Kontinuitäten? Was waren unsere Antworten?" im Rahmen vom Vernetzungstreffen Ost.

Interview mit Jana, beteiligt am Gedenken an Nuno Lourenço

Interview

Am 04. Juli 2019 fand auf dem Bahnhofsvorplatz in Markkleeberg-Gaschwitz eine Gedenkveranstaltung für Nuno Lourenço statt. Dieser wurde 1998 von acht Neonazis nach einem verlorenen Deutschlandspiel so schwer verprügelt, dass er an den Spätfolgen des Angriffs verstarb. Am Lernwelten-Gymnasium Großdeuben beschäftigte sich eine Gruppe Schüler_innen im Rahmen einer Projektwoche mit dem Mord und organisierte die Gedenkveranstaltung. Interview mit einer der beteiligten Schüler_innen.

Neue Dossiers

Am heutigen Sonnabend bestreitet die erste Herrenmannschaft des Roten Stern Leipzigs in der Landesklasse Nord mal wieder ein Spiel beim ATSV Frisch Auf Wurzen. Nach dem letzten Gastspiel der Sterne in Wurzen hatten mehrere Vermummte das...
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