Dokumentation faschistischer, rassistischer und diskriminierender Ereignisse in und um Leipzig

Scheiben von Abgeordnetenbüro eingeschlagen (Torgau)

14.

Februar
2007
Mittwoch

Unbekannte warfen die Fensterscheiben des Abgeordnetenbüros der Linkspartei.PDS in Torgau ein. Die Partei vermutet gezielte Angriffe von Neonazis.

Antisemitische Parolen beim Landespokalspiel Lok vs. Aue

13.

Februar
2007
Dienstag

Beim Fußballspiel des 1. FC Lokomotive Leipzig gegen die zweite Mannschaft von Erzgebirge Aue im sächsischen Landespokal in Leipzig skandierten Lok-Fans die bei rechten Fußballanhängern gern benutzten Schmähruf "Juden Aue!".

Überfall auf Café "Courage" in Döbeln

10.

Februar
2007
Samstag

Am 10.02. stürmten ca. zehn teilweise vermummte Personen das Café "Courage" und zerstörten dabei Bühnentechnik sowie Einrichtungsgegenstände, weiterhin wurden drei Gäste verletzt.

Gründung Republikaner Kreisverband Leipzig

3.

Februar
2007
Samstag

Zur Gründung des Leipziger Kreisverbands der Republikaner am 03.02. in Reudnitz, kam es neben den Vorstandswahlen auch zu Grußworten von Republikaner-Funktionären von Bundes- und Landesebene.

Neonazis überfallen Filmveranstaltung im Cineding

30.

Januar
2007
Dienstag

Eine größere Gruppe Neonazis hat BesucherInnen einer Filmveranstaltung im Leipziger Kino Cineding angegriffen. Die Nazis, mit Handschuhen, Pfefferspray und Zahnschutz ausgestattet, schlugen auf mehrere Personen ein und versprühten Pfefferspray. Zwei Personen wurden verletzt.

Jugendliche grölen rassistische Parolen und verletzen eine Frau

1.

Januar
2007
Montag

In der Nacht zum 1. Januar randalierte eine Gruppe von ca. zehn Jugendlichen in der Nähe einer Gaststätte in Neukieritzsch. Die Jugendlichen stimmten lautstark rassistische Parolen gegen eine Frau an. Anschließend griffen zwei Personen aus der Gruppe heraus die Frau an und verletzten sie.

Gewalttätiger Neonazis-Angriff auf Personengruppe

28.

Dezember
2006
Donnerstag

Kurz nach Mitternacht wurden in der Geithainer Eisenbahnstraße neun Personen von einer offensichtlich der neonazistischen Szene zuzuordnenden Gruppe von 21 Personen angegriffen. Die Angegriffenen wurden angestoßen, getreten und geschlagen.

Menschliches Hakenkreuz im Bruno-Plache-Stadion

5.

Februar
2006
Sonntag

Während des Landespokalspiels der A-Jugendmannschaften von Lok Leipzig und dem FC Sachsen Leipzig formierten sich ca. 45 Lok-Fans im Bruno-Plache-Stadion zu einem Hakenkreuz.

Daraufhin begann der Staatsschutz die Ermittlungen aufzunehmen aufgrund Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Polizei und Medien verbreiten Falschmeldung über friedliche Protestaktion vor NPD-Zentrum

5.

Dezember
2008
Freitag

In der Nacht von Donnerstag zu Freitag kam es gegen 22.30 Uhr vor dem NPD-Zentrum in der Odermannstraße zu einer friedlichen Protestaktion von etwa 40-60 Personen. Dabei gab ein Chor laut Augenzeugenberichten verschiedene Lieder zum Besten. Als Reaktion darauf sind vom Gelände des NPD-Zentrums aus mehrere Feuerwerkskörper auf die Straße geworfen worden. Kurze Zeit später erschien die Bereitschaftspolizei, um die Personalien der singenden ProtestlerInnen aufzunehmem und Platzverweise auszusprechen.

Borna: Naziparolen in der Innenstadt

23.

September
2008
Dienstag

An eine Bushaltestelle, einem Trafohäuschen sowie einer Hauswand werden "rechtsextreme" Parolen geschmiert.

Gefährliche Körperverletzung in Mügeln

26.

September
2008
Freitag

Gefährliche Körperverletzung in Mügeln. Ein 35-Jähriger hielt sich am Abend des 27.09. bei einem öffentlichen Fest auf dem Gelände des Schloss Ruhetal in Mügeln auf. Beim Verlassen des Festes gegen Mitternacht passierte er eine Gruppe von ca. 15 Personen. Aus dieser Gruppe heraus rief eine Person „Dort ist er!“. Kurze Zeit danach wurde er von einem 20-Jährigen, der zu der Gruppe gehörte, in der Schlossstraße von hinten angegriffen, umgestoßen und am Boden liegend getreten sowie geschlagen. Dabei erlitt er eine Platzwunde neben dem Auge sowie Prellungen am Kopf und am Oberkörper.

Borna: Naziparolen an Gebäuden

23.

Oktober
2008
Donnerstag

In der Nacht zum Donnerstag, den 23.10 werden in Borna ein Trafohäuschen, ein Supermarkt sowie eine Reithalle mit Naziparolen beschmiert.

KOMM-Haus in Grünau mit mehr als 60 Naziaufkleber beklebt

4.

Oktober
2008
Samstag

Am 04. Oktober klebten mehr als 60 Naziaufkleber am KOMM-Haus.
Darauf stand zu lesen: "Antifa, Finger weg vom Black Metal, sonst brechen wir sie euch! - Autonome Nationalisten Leipzig". Die Polizei wurde benachrichtigt.

Naziplakate mit gesundheitschädigender Substanz versetzt

22.

Oktober
2008
Mittwoch

Anlässlich der Nazidemonstration am 25.10 im Leipziger Osten sind Plakate mit dem Aufruf zur Demonstration im gesammten Stadtgebiet geklebt worden - so auch in der Südvorstadt und Connewitz. Mindestens eins dieser Naziplakate war mit einer bisher unbekannten Substanz versetzt - diese führte beim Abreißen der Propaganda zu Blasenbildung und Rissen in der Haut.

Nazischmierereien in Groitzsch

1.

November
2008
Samstag

In der Nacht vom 1. zum 2. November wird eine Haustür sowie der Fußweg einer Straße mit Naziparolen beschmiert.

Versuchter Brandanschlag auf Wohnheim für körperlich und geistig Behinderte

16.

Juli
2008
Mittwoch

Drei unbekannte Täter hielten sich am 16. Juli gegen 22.55 Uhr in Naunhof auf dem Zufahrtsweg zu einem Wohnheim der Lebenshilfe - ein Wohnheim für geistig und körperlich Behinderte auf. Sie entzündeten mehrere Stückchen Kohlenanzünder und liefen damit in Richtung Heim. Durch einen Anwohner überrascht, warf einer der Unbekannten den Anzünder in den Teich. Anschließend flüchteten die Täter unter „Sieg Heil" rufen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Angriff von Nazis in Waldheim

1.

November
2008
Samstag

In und vor der Diskothek "Chick und Chok" in Waldheim wurden mehrere alternative Jugendliche von einer Gruppe Nazis angegriffen und brutal verprügelt. Einer Person wurde durch mehrere gezielte Schläge ins Gesicht ein Backenzahn zertrümmert.

Groitzsch: Zwei Männer rufen Nazi-Parolen

5.

November
2008
Mittwoch

Zwei Männer rufen zunächst auf einem Spielplatz und später auf dem Markt Nazi-Parolen. Die alkoholisierten Männer werden von der Polizei in Gewahrsam genommen. Es wurde Anzeige wegen Verwendens verfassungswidriger Kennzeichen gestellt.

Interview mit Jana, beteiligt am Gedenken an Nuno Lourenço

Interview

Am 04. Juli 2019 fand auf dem Bahnhofsvorplatz in Markkleeberg-Gaschwitz eine Gedenkveranstaltung für Nuno Lourenço statt. Dieser wurde 1998 von acht Neonazis nach einem verlorenen Deutschlandspiel so schwer verprügelt, dass er an den Spätfolgen des Angriffs verstarb. Am Lernwelten-Gymnasium Großdeuben beschäftigte sich eine Gruppe Schüler_innen im Rahmen einer Projektwoche mit dem Mord und organisierte die Gedenkveranstaltung. Interview mit einer der beteiligten Schüler_innen.

Nationale Zone Taucha?

Veranstaltung 30.01.2020

Schmierereien, Beleidigungen und Einschüchterungsversuche. Rechte Hetze begegnet uns auch in Taucha und beschäftigt uns als Bürger_innen, Fachkräfte und ehrenamtlichen Akteure. Vor einem Jahr hat sich anlässlich der besorgniserregenden Situation der Runde Tisch Taucha zusammengeschlossen und eine Zustandsbeschreibung durch Bewohner_innen und Sozialarbeiter_innen der Stadt vorgenommen.

Netzwerk voller Einzeltäter – Vier Jahre nach dem Neo-Nazi-Angriff auf Connewitz

Veranstaltung 11.01.2020

Am 11. Januar vor vier Jahren verwüsteten über 300 Neonazis Connewitz, verletzten min. 3 Personen und verursachten einen Sachschaden von über 110.000 €. Über zweieinhalb Jahre nach ihrer Tat beginnt die juristische Abarbeitung, die immer noch äußerst schleppend voran kommt und de facto keine Aufklärung über die Hintergründe verspricht. Falschaussagen und Widersprüche werden ignoriert, vorbestrafte Neonazis erhalten „günstige Kriminalprognosen“ und Bewährungsstrafen. Weniger als ein Drittel der Täter ist bisher rechtskräftig verurteilt.

Der „Sturm auf Connewitz“ im Gerichtssaal – Die juristische Aufarbeitung fast 4 Jahre nach einem der größten Naziangriffe in Ostdeutschland seit 1990

Workshop 30.11.2019

Seit August 2018 läuft am Leipziger Amtsgericht ein „Justizmarathon“: Verhandelt wird teilweise im Expressverfahren gegen 217 TäterInnen, die den linksgeprägten Stadtteil Connewitz am Abend des 11. Januar 2016 angriffen und dabei mindestens drei Menschen verletzten. Sie verbreiteten Terror und Angst im Stadtteil, doch in den Sälen von Amtsgericht und Landgericht Leipzig ist davon wenig zu spüren. Fast alle bisherigen Angeklagten erhielten faule Deals und Bewährungsstrafen, selbst mehrfach einschlägig vorbestrafte Neonazis.

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