Dokumentation faschistischer, rassistischer und diskriminierender Ereignisse in und um Leipzig

Rassistischer Übergriff in Reudnitz

23.

Februar
2008
Samstag

Am frühen Morgen wird in einer Tram Richtung Reudnitz ein Mann von zwei 26 und 27-jährigen Nazis aus rassistischen Motiven angegriffen. Sie beschimpften das Opfer als "Neger", schlugen ihn und traten ihn aus der offenen Tram.

Nazis versuchen Kundgebung gegen "Thor Steinar"-Laden zu stören

19.

April
2008
Samstag

Vom 17. bis 19. April führte das „Ladenschluss-Bündnis“ Kundgebungen gegen vier Geschäfte, die u.A. auch Thor Steinar verkaufen, in Grünau und in der Innenstadt durch. Während der Kundgebung gegen das „Boombastic“ im Grünauer Allee-Center am 18. April sammelten sich 15 bis 20 Nazis und bedrohten die Anwesenden. Am 19. April versuchte eine Gruppe rechter Fußball-Hooligans die Kundgebung gegen den Thor Steinar Laden "Tönsberg" von der gegenüber liegenenden Straßenseite aus mit Wurfgeschossen und Pyrotechnik anzugreifen. Die Polizei konnte rechtzeitig einschreiten.

Spontane Demonstration mit großer Nazibeteiligung nach Fund von Kinderleiche

21.

August
2008
Donnerstag

Am frühen Abend des 21.08.2008 demonstrierten ca. 300 Personen spontan durch Reudnitz. Früher am Nachmittag war die Leiche der vermissten Michelle (8 Jahre) gefunden worden.

Unter den Demonstranten befanden sich zahlreiche Mitglieder der regionalen Neonaziszene, die auf mitgeführten Plakaten und in weithin vernehmbaren Sprechchören

Leipziger Neonazi freigesprochen

23.

Juli
2008
Mittwoch

Am 23.7.2008 fand am Leipziger Landgericht der 2. Verhandlungstermin gegen den als Schlüsselfigur der Leipziger "Freien Kräfte Leipzig" geltenden Isztvan R. statt. In der Nacht 5./ 6.5. 2007 hatten Nazis das Domizil sowie Mitglieder des AJZ "Bunte Platte" in Grünau angegriffen.

Polizisten legen ausländischer Stundentin wegen falschem Verdacht Handschellen an

1.

August
2008
Freitag

Wegen Fluchtgefahr und zur "Eigensicherung der Beamten" haben Leipziger Polizisten Anfang August einer zierlichen Studentin aus Thailand Handschellen angelegt und sie auf dem Revier einer Leibesvisitation unterzogen. Anlass dafür war allein der - wie sich später herausstellte: unbegründete - Verdacht, sie habe in einem Kaufhaus in der Innenstadt mit Falschgeld zahlen wollen.

Rudolf Heß Propaganda in Leipzig und Umgebung

7.

August
2008
Donnerstag

Wie LVZ-Online berichtet, sind in den vergangenen Tagen in verschiedenen Bezirken in Leipzig und Orten bei Leipzig Aufkleber und Plakate entdeckt worden, die sich auf Hitler- Stellvertreter Rudof Heß beziehen. In Taucha wurde über 100 Stück verklebt, weitere wurden in Döbeln, Ragewitz, Leipnitz und Böhlen, Zschoppach und Nauberg gefunden.

Hitlergruß aus vorbeifahrenden Auto

10.

August
2008
Sonntag

Am Sonntag Abend gegen 22.00Uhr wurde aus einem vorbei fahrenden schwarzen Auto mit Hamburger Kennzeichen auf der Karl-Liebknechtstraße Höhe Körnerstraße "Heil Hitler" gerufen und der Arm aus dem rechten Seitenfenster gestreckt. Danach beschleunigte der Wagen und bog in die Schenkendorfstraße ein.

Ladenprojekt Atari von Nazis angegriffen

17.

August
2008
Sonntag

Am Sonntagmorgen gegen 3:30 Uhr hat eine Gruppe von rund zehn Nazis das Ladenprojekt Atari im Täubchenweg, Ecke Kippenbergstraße angegriffen. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich allerdings noch um die 30 Menschen in der Lokalität. Die Nazis riefen Sprüchen wie "Heil Hitler" und "Zecke verecke" und versuchten gewaltsam, ins Innere des Ladens zu gelangen. Dabei setzten sie Pfefferspray ein und verletzten einen Besucher zumindest leicht.

NPD-Landtagsabgeordneter greift Club-Besucher mit verbotenem Pfefferspray an

17.

August
2008
Sonntag

Der sächsische NPD-Landtagsabgeordnete Jürgen Gansel greift bei einer Auseinandersetzung mit einer anderen Person vor einem Club in der Leipziger Hainstraße zu Pfefferspray. Zwei unbeteiligte Frauen werden durch die Pfefferspray-Attacke ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Die Staatsanwaltschaft Leipzig prüft nun die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen den NPD-Mann wegen Körperverletzung, da der Einsatz von Pfefferspray gegen Menschen in Deutschland nur der Polizei gestattet ist.

Parolen und Bedrohungen beim Stadtfest in Borna

3.

Oktober
2008
Freitag

Im Vorfeld des Aufmarsches, den das Neonazi-Netzwerk "Freies Netz" am Tag der Deutschen Einheit in Geithain veranstaltet, wird in Borna an mindestens sechs Orten die Parole "Revolution jetzt 3.10 Geithain" an Gebäude gesprüht.

Interview mit Jana, beteiligt am Gedenken an Nuno Lourenço

Interview

Am 04. Juli 2019 fand auf dem Bahnhofsvorplatz in Markkleeberg-Gaschwitz eine Gedenkveranstaltung für Nuno Lourenço statt. Dieser wurde 1998 von acht Neonazis nach einem verlorenen Deutschlandspiel so schwer verprügelt, dass er an den Spätfolgen des Angriffs verstarb. Am Lernwelten-Gymnasium Großdeuben beschäftigte sich eine Gruppe Schüler_innen im Rahmen einer Projektwoche mit dem Mord und organisierte die Gedenkveranstaltung. Interview mit einer der beteiligten Schüler_innen.

Nationale Zone Taucha?

Veranstaltung 30.01.2020

Schmierereien, Beleidigungen und Einschüchterungsversuche. Rechte Hetze begegnet uns auch in Taucha und beschäftigt uns als Bürger_innen, Fachkräfte und ehrenamtlichen Akteure. Vor einem Jahr hat sich anlässlich der besorgniserregenden Situation der Runde Tisch Taucha zusammengeschlossen und eine Zustandsbeschreibung durch Bewohner_innen und Sozialarbeiter_innen der Stadt vorgenommen.

Netzwerk voller Einzeltäter – Vier Jahre nach dem Neo-Nazi-Angriff auf Connewitz

Veranstaltung 11.01.2020

Am 11. Januar vor vier Jahren verwüsteten über 300 Neonazis Connewitz, verletzten min. 3 Personen und verursachten einen Sachschaden von über 110.000 €. Über zweieinhalb Jahre nach ihrer Tat beginnt die juristische Abarbeitung, die immer noch äußerst schleppend voran kommt und de facto keine Aufklärung über die Hintergründe verspricht. Falschaussagen und Widersprüche werden ignoriert, vorbestrafte Neonazis erhalten „günstige Kriminalprognosen“ und Bewährungsstrafen. Weniger als ein Drittel der Täter ist bisher rechtskräftig verurteilt.

Der „Sturm auf Connewitz“ im Gerichtssaal – Die juristische Aufarbeitung fast 4 Jahre nach einem der größten Naziangriffe in Ostdeutschland seit 1990

Workshop 30.11.2019

Seit August 2018 läuft am Leipziger Amtsgericht ein „Justizmarathon“: Verhandelt wird teilweise im Expressverfahren gegen 217 TäterInnen, die den linksgeprägten Stadtteil Connewitz am Abend des 11. Januar 2016 angriffen und dabei mindestens drei Menschen verletzten. Sie verbreiteten Terror und Angst im Stadtteil, doch in den Sälen von Amtsgericht und Landgericht Leipzig ist davon wenig zu spüren. Fast alle bisherigen Angeklagten erhielten faule Deals und Bewährungsstrafen, selbst mehrfach einschlägig vorbestrafte Neonazis.

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