Dokumentation faschistischer, rassistischer und diskriminierender Ereignisse in und um Leipzig

Naziübergriff in Connewitz

16.

Februar
2008
Samstag

Samstag Nacht griffen Nazis sowohl am Connewitzer Kreuz als auch weiter in Richtung Südvorstadt zweimal Menschen an, die sie für Linke hielten. Die Opfer konnten nach dem Angriff fliehen und eine Polizeistreife alarmieren, welche die weiter im Kleinbus herumfahrenden Nazis kurz darauf stellte.

Familie als "Fidschis" angepöbelt und geschlagen

14.

Juli
2008
Montag

Beim Ausladen von Einkäufen wurde eine Familie am Abend des 14.7. gegen 21.00 Uhr Opfer eines rassistischen Übergriffes. Zwei Angetrunkene (26/ 19 Jahre) mit Hund folgten dem Vater in das Wohnhaus in der Georg-Schumann-Straße. Sie verlangten nach Bier und beschimpften die vier Familienmitglieder als "Fidschis". Der 50-jährige Familienvater wurde beim Versuch des Wegdrängens der beiden Männer von dem mitgeführten Hund in die Hüfte gebissen. Er musste anschließend ambulant behandelt werden. Parallel schlug der 26-Jährige Täter der Mutter auf Kopf und Rücken.

Nazi-Parolen auf Bank

5.

November
2008
Mittwoch

Am 05.11.2008 wurden gegen 10:35 Uhr auf dem Schkeuditzer Marktplatz eine Bank festgestellt, die mit neonazistischen Parolen beschmiert war.

NPD-Infomobil am Arbeitsamt Leipzig

6.

November
2008
Donnerstag

Mit einem Parteiinfomobil war die NPD in der Zeit von 8 bis 10 Uhr vor dem Arbeitsamt Leipzig in der Georg-Schumann-Straße zugegen. Dabei wurde u.a. ein Flugblatt verteilt, in dem de facto der Ausstieg aus globalen Wirtschafts- und Politikzusammenhängen zugunsten einer völkischen, raumorientierten Wirtschaft gefordert wird.

"Aryan Brotherhood"-Club polizeilich geräumt

31.

Januar
2008
Donnerstag

Das Klubhaus "Aryan Brotherhood" wurde bereits im Januar polizeilich geräumt, da laut Ordnungsamt der Stadt Leipzig ordnungswidrig ein Gewerbe unterhalten wurde. Bekannt wurde dies erst im März durch eine entsprechende Anfrage der Linksfraktion im Stadtrat.

Vor Abgeordnetenbüro LinXXnet geparkter PKW schwer beschädigt

6.

November
2008
Donnerstag

In der Nacht vom 5. auf den 6.11 wurde ein vor dem Abgeordneten- und Projektebüro linXXnet in Leipzig-Connewitz geparktes Auto mit Steinen stark beschädigt. Das Auto ist mit dem Logo der Partei Die Linke beschriftet.
Ein politischer Hintergrund der Tat ist daher anzunehmen.

Mutmaßlicher rechter Angriff auf Kulturzentrum D5 in Wurzen nach EM-Finale

29.

Juni
2008
Sonntag

Nach der Übertragung des EM-Finales Deutschland-Spanien im Kultur- und BürgerInnenzentrum D5 in Wurzen wurden am Sonntagabend zwei Gäste der Veranstaltung durch mehrere Jugendliche geschlagen und verletzt. Gegen 23.00 Uhr lief eine Gruppe von bis zu 30 Personen aus Richtung Domgasse auf den Domplatz und skandierte fußballtypische Sprechchöre. Mindestens eine der Personen rief zudem: "Ich denke hier sind Zecken!", was darauf schließen lässt, dass die Gruppe dem rechten Spektrum zuzuordnen ist und sie vorhatte, die Veranstaltung zu stören.

Neonazis bedrohen und attackieren Linke vor Gerichtsgebäude

17.

Juli
2008
Donnerstag

Am 17. Juli 2008 griffen ca. 35 mit Flaschen bewaffnete Neonazis der Freien Kräfte Leipzig (FKL) und deren Umfeld mehrere linke Jugendliche an.

Lok-Fangruppierung "Blue Caps" bewirbt Demonstration der JN

12.

Oktober
2008
Sonntag

Die Fangruppierung "Blue Caps" wirbt für die am 25.10. stattfindende Demonstration der Jungen Nationaldemokraten (JN). Zwar waren die "Blue Caps" schon öfter bei Veranstaltungen der NPD, auch der Freien Kräfte Leipzig, in Erscheinung getreten. Auf öffentlichen Druck hin reagierte nun aber die Vereinsführung: "Ab sofort sind sämtliche durch Symbole, Schriftzüge oder Ähnlichem der Gruppierung zuordenbare Kleidungsstücke verboten, ebenso deren Fahne.

Nazis stören Feier bei Delitzsch und greifen Polizisten an

4.

Oktober
2008
Samstag

In der Nacht von Freitag auf Samstag störten etwa zehn bis 15 Nazis eine private Geburtstagsfeier im Delitzscher Ortsteil Benndorf. Als die von den Feiernden herbeigerufene Polizei auf dem Geländer der ehemaligen Industriellen Rindermastanlage (Irima) eintraf, reagierten die Nazis aggressiv. Bei dem Versuch, Platzverweise gegen sie durchzusetzen, kam es zu Handgreiflichkeiten. Ein Beamter wurde dabei von einem unbekannten Täter mit einer Bierflasche am Hinterkopf getroffen, was eine Platzwunde zur Folge hatte.

Pressemitteilung 11.09.2020: Eröffnung eines Neonazi-Kampfsportgyms in Taucha angekündigt

Pressemitteilung

Am Dienstag (08.09.) kündigte der Neonazi Benjamin Brinsa, ein bekannter MMA-Kämpfer und Trainer des „Imperium Fight Teams“, an innerhalb der nächsten Woche eine neue Trainingsstätte in Taucha eröffnen zu wollen. Brinsa kann auf eine lange Karriere in der Hooligan- und Neonaziszene zurückblicken. Bei Lok Leipzig gehörte er zu den zentralen Akteur_innen der teilweise neonazistischen Anhänger_innenschaft. 2013 platze ein Profivertrag mit dem weltweit größten MMA-Veranstalter „Ultimate Fighting Championship“ aufgrund seiner neonazistischen Verstrickungen.

Solidarität mit dem Jugendkongress im AJZ Chemnitz! Für eine antifaschistische und antirassistische politische Bildung!

Solierklärung

Wir gehören neben vielen Anderen zu den Unterzeichner_innen einer Solierklärung mit dem antifaschistischen Jugendkongress in Chemnitz. Eine aktuelle Unterstützer_innen-Liste findet sich unter https://antifaschistischer-jugendkongress.org/solierklaerung/

Grußwort zum 20. Geburtstag des Linxxnet am 05.09.2020

Grußwort

Anlässe wie diesen, an denen wir uns versammeln, um ein langjähriges, erfolgreiches und wünschenswertes politisches Projekt wie das Linxxnet zu feiern, gibt es leider viel zu selten. In aller Regel versammeln wir uns aus der Not heraus. Oft aus der akuten Not dem Schlechten in dieser Gesellschaft etwas entgegen zu setzen: den faschistischen Banden und ihren geistigen bzw. intellektuellen Gewährsmännern, den Verschwörungsideologen und ihrem Fußvolk, den vermeintlichen Herrenmenschen und den Männern, die stets Herr im eigenen Haus und darüber hinaus sein wollen.

"Sachsen braucht die Antifa - und die Antifa braucht Geld"

Ausstellung

Wenn es in Deutschland um „die Antifa“ geht, wird zumeist ein undifferenziertes und einseitiges Bild gezeichnet. Selten gibt es Platz für die Vielfältigkeit antifaschistischen Engagements. Prinzipiell bekommt antifaschistische Arbeit, die von vielen Engagierten ohne Bezahlung und kontinuierlich geleistet wird, um rechten, neonazistischen und rassistischen Strukturen etwas entgegenzusetzen, nur wenig Aufmerksamkeit. So sehen sich Antifaschist_innen neben den Bemühungen um finanzielle Ressourcen, auch mit dem Problem konfrontiert als „kriminell“ oder „linksextrem“ gebrandmarkt zu werden.

Neue Dossiers

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