Dossiers

Nach "Brandis": Prozesse gegen Neonazis

Neonazismus

Nach dem Angriff auf Anhänger_innen und Spieler des Fußballvereins Roter Stern Leipzig am 23. Oktober 2009 bei einem Auswärtsspiel in Brandis laufen seit Ende Februar 2010 die Verhandlungen gegen die Täter. Die ersten Prozesse gegen fünf in Untersuchungshaft sitzende Angeklagte werden am Amtsgericht in Leipzig geführt; weitere Prozesse finden am Amtsgericht Grimma statt. Chronik.LE dokumentiert die Berichte von Prozessbeobachter_innen.
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Ende der "Freiheit": In Leipzig und Umgebung sollen die "Freien Kräfte" an die NPD gebunden werden

Neonazismus

Im nordwestlichen Sachsen strukturiert sich die aktive Neonazi-Szene neu. Deutlichster Ausdruck dafür ist die Gründung von vier JN-"Stützpunkten" in Delitzsch-Eilenburg, Torgau, Oschatz und Wurzen Ende November 2009. Die JN (Junge Nationaldemokraten) ist die Nachwuchsorganisation der neonazistischen Partei NPD. Nach Vorarbeit des ehemaligen Kameradschaftsführers und Initiators des "Freien Netzes" (FN) Maik Scheffler sollen die JN-Stützpunkte junge Nazis an die NPD binden. Die "Freiheit" des "Freien Netzes" bestand in der Distanz der Gruppierungen zum parlamentarischen System, also auch zur Neonazipartei NPD. Deswegen mag die Eingliederung in eben diese Parteistrukturen eigenartig wirken, ist aber Ergebnis einer Entwicklung, die schon 2008 begann.

An den Stadtrand abgeschoben - Neubau eines Heims für AsylbewerberInnen in der Leipziger Wodanstraße

Rassismus

Der folgende Text beleuchtet die Hintergründe der kritisierten Stadtratsentscheidung zum Neubau eines AsylbewerberInnen-Heimes in der Leipziger Wodanstraße. Chronik.LE dokumentiert einen Text aus dem Conne-Island-Newsflyer, der ursprünglich in der Ausgabe 168 veröffentlicht wurde.

Ausweichorganisation für Holocaustleugner in Sachsen? Der Verein Gedächtnisstätte in Borna

Geschichtsrevisionismus

Nach der Bestätigung des Verbots der rechtsextremen Vereine "Collegium Humanum" und "Bauernhilfe" vor dem Bundesverwaltungsgericht gerät nun auch der "Verein Gedächtnisstätte" verstärkt in das Licht der Öffentlichkeit.

Von Kai Budler - übernommen von NPD-BLOG.INFO / 26.8.2009

Grimma: Asylbewerber_innen protestieren gegen Zustände im Heim

Rassismus

Zwischen dem 24. Juni und dem 8. Juli besetzten vier Asylbewerber_innen-Familien die Grimmaer Frauenkirche, um gegen die Zustände in ihrem Heim zu demonstrieren. Die Art und Weise der Unterbringung von Asybewerber_innen in Gemeinschaftsunterkünften ist immer wieder Gegenstand von Kritik. In Grimma offenbarte sich einmal mehr der institutionelle, staatliche Rassismus im Umgang mit Asylbewerber_innen. Der folgende Beitrag beleuchtet diesen Fall vorwiegend auf Basis einer Pressemitteilung der "kritisch intervenierenden Antirassist_innen". Andere Quellen sind als solche gekennzeichnet.

Behinderte Menschen als Kostenfaktor - Dieses Denken ist auch heute noch ganz gefährlich

Weitere Dossiers

GUNTER JÄHNIG VOM BEHINDERTENVERBAND LEIPZIG IM INTERVIEW

Die Maxime des Behindertenverbandes Leipzig (BVL) lautet: „Einander verstehen – miteinander leben“. Für die Interessen behinderter Menschen setzt er sich ein, gemeinsam mit dem Stadtverband der Hörgeschädigten, mit dem Blinden- und Sehbehindertenverband und der Selbsthilfegruppe für Augenerkrankungen „Pro Retina“. Der BVL betreibt unter anderem einen Behindertenfahrdienst und eine Freilandschule und Begegnungsstätte am Elsterstausee. Im März 2009 sprach chronik.LE mit dem Geschäftsführer des BVL, Gunter Jähnig, über die Anliegen des Verbandes, Behindertenabwertung und Erinnerungskultur in Leipzig.

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KONTAKT

Behindertenverband Leipzig e.V.
Bernhard-Göring-Str. 152 / 04277 Leipzig
Telefon: 0341/30 65 120
E-Mail: bvl.leipzig ät t-online.de
www.le-online.de

Über sexistische Normalzustände - People would like you more if you grew a beard

Sexismus

Artikel von "outside the box - Zeitschrift für feministische Gesellschaftskritik" in der chronik.LE-Broschüre "Leipziger Zustände"

Dieser Artikel soll darlegen, was Sexismus ist und was die Schwierigkeiten der Dokumentation sexistischer Vorfälle sind. Sexismus basiert auf der bipolaren Geschlechterkategorisierung in Mann und Frau. Unsere Kritik jedoch hat zur Grundlage, dass Geschlechter gesellschaftlich konstruiert sind.

Sexismus ist die Unterdrückung und Diskriminierung von Menschen aufgrund des Geschlechts und der sexuellen Orientierung. Das klingt eindeutig – dennoch ist Sexismus nicht so leicht zu dokumentieren, wie diese Definition es nahelegt. Sexismus geht tiefer: Er ist als Bestandteil der Gesellschaft und mit ihrem Funktionieren verwoben und damit gesellschaftliche Normalität.

Fußball und Diskriminierung am Beispiel Leipziger Fußballfans

Fußball

Beitrag von Ulrike Fabich und Adam Bednarsky aus der chronik.LE Broschüre "Leipziger Zustände"
Das Fußballspiel ist die populärste Sportart in Deutschland. Neben dem hohen Freizeitwert fallen jedoch auch eine Reihe negativer Begleiterscheinungen auf – gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen gegnerischen Fans oder Fans und der Polizei, Rassismus und andere Diskriminierungen von Fans oder Spielern.

Moderne Nazis? Die "Freien Kräfte" und der Nationalsozialismus

Neonazismus

Dieser Text beschäftigt sich mit der neonazistischen Ideologie der „Freien Kräfte“. Er soll grob die Denkmuster nachzeichnen, die hinter dem Handeln moderner Nazis wie den „Freien Kräften“ stehen. Es soll gezeigt werden, dass es sich bei „Autonomen Nationalisten“, „nationalen Sozialisten“, „Freien Nationalisten“, kurzum den „Nationalen Aktivisten“ aus unserer Nachbarschaft, um echte Nationalsozialisten im ideologischen Sinne handelt. Die Analyse wird mit drei Texten untermauert, die Anfang 2009 auf dem „Freien Netz Leipzig“ veröffentlicht wurden.

Neonazis in Leipzig: Die "Freien Kräfte"

Neonazismus

ANALYSE DER AKTIVITÄTEN UND STRUKTUREN DER LEIPZIGER NEONAZI-GRUPPIERUNG „FREIE KRÄFTE LEIPZIG“ (FKL).

Mit den „Freien Kräften Leipzig“ (FKL) besteht in Leipzig eine Neonazigruppierung, die über feste Strukturen verfügt und durch ihre Teilnahme am Internetportal „Freies Netz“ in überregionale Strukturen eingebettet ist.

Was ist Diskriminierung? - Annäherung an ein Phänomen

Rassismus

Der folgende Beitrag soll keine theoretische Herleitung der Definition von Diskriminierung, sondern vielmehr eine Annäherung an ein soziales Phänomen darstellen. Zudem hat der Artikel nicht den Anspruch einer detaillierten Analyse des Phänomens Diskriminierung, vielmehr soll er aus verschiedenen Perspektiven skizzieren, was Diskriminierung ist.

Das soziale Phänomen der Diskriminierung ist nicht ausschließlich am Rand der Gesellschaft zu verorten, wie es überwiegend in den Medien kommuniziert wird, sondern taucht vor allem in der Mitte der Gesellschaft auf. Diese Tatsache wird jedoch im Mainstreamdiskurs verschwiegen, dort wird rassistische Diskriminierung überwiegend als ein Nazi-Problem thematisiert.

Berichte & Hintergründe zu extrem rechten Parteien bei den Wahlen 2009

Neonazismus

In diesem Dossier finden sich alle Artikel und Informationen zu den Wahlen 2009 mit Relevanz für das Berichterstattungsgebiet von chronik.LE. Der Fokus liegt dabei auf den extrem rechten Parteien, also der NPD, der DVU und den Republikanern. Weiterhin sind nicht auf der Chronik verfügbare Berichte und Hintergründe verlinkt.

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Kommunalwahlen 2009


Zu den Kommunalwahlen in Sachsen trat aufgrund einer Wahlabsprache die NPD an, während die DVU Kandidat_innen zur Europawahl aufstellte.

„Leipzig nicht den Roten überlassen!“ - Winfried Petzold eröffnet NPD-"Bürgerbüro" in der Odermannstraße

Neonazismus

In der Odermannstraße 8 in Leipzig-Lindenau hat am 15.11.2008 ein Stützpunkt der neonazistischen NPD eröffnet. Das stark gesicherte Grundstück dient laut Pressemitteilung des NPD-Landesvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Winfried Petzold als dessen "Bürgerbüro" und beherbegt auch die Kreisgeschäftsstelle der NPD Leipzig. Petzold kündigte an, dass von hier aus der kommende Kommunalwahlwahlkampf organisiert werden soll und dass "Leipzig nicht den Roten überlassen werden darf". Der Landtagsabgeordnete wohnt in Mutzschen bei Grimma, hat aber bereits bei den letzten Wahlen für die NPD in Leipzig kandidiert.

Der Verein Gedächtnisstätte in Borna

Geschichtsrevisionismus

In Borna existiert seit dem März 2007 ein Wallfahrtsort für Geschichtsrevisionisten, sowie Alt- und Neonazis in der Röthaer Straße, in einem Haus der Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft.