„Kämpferin für die Wahrheit“ im Leipziger NPD-Büro

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8.

März
2010
Montag

Leipzig – Die notorische Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck (Jg. 1928; Vlotho/Nordrhein-Westfalen) trat beim NPD-Kreisverband Leipzig als Referentin auf. Die Veranstaltung fand vermutlich am 8. März statt.

Haverbeck-Wetzel, die mehrfach rechtskräftig, unter anderem wegen Leugnung des Holocausts, verurteilt ist, war bis zum Verbot durch den Bundesminister des Innern am 7. Mai 2008 Vorsitzende des Vereins „Collegium Humanum - Akademie für Umwelt und Lebensschutz e.V.“ und Vorstandsmitglied des ebenfalls verbotenen „Vereins zur Rehabilitierung der wegen Bestreitens des Holocaust Verfolgten“. Vor rund 100 Besuchern (NPD-Angabe) sprach Haverbeck-Wetzel im NPD-„Bürgerzentrum“ zum Thema „Mensch und Volk. Volksgemeinschaft contra Individualismus“. In ihrem Vortrag beklagte die von der NPD zur „unerschrockenen Kämpferin für die Wahrheit“ gekürte Holocaustleugnerin, dass die deutsche Sprache „bewusst mit Anglizismen durchsetzt“ werde, „so wie unser Volk mit Ausländern aus der ganzen Welt überfremdet wird“. Haverbeck berichtete auch über ihre Begegnungen mit den Holocaust-Leugnern Horst Mahler und Ernst Zündel. Bei der Freilassung von Zündel aus der JVA Mannheim am 1. März war sie neben Gleichgesinnten wie Günter Deckert und Herbert Schaller selbst vor Ort.

Referenten bei Veranstaltungen des NPD-Kreisverbandes Leipzig waren neben Haverbeck-Wetzel unter anderem bereits der österreichische Neonazi und Verschwörungstheoretiker Richard Melisch und der einstige Obersturmführer Willi Köhler, Angehöriger der SS-Leibstandarte „Adolf Hitler“ und der III. SS-Panzerdivision „Totenkopf“. Geführt wird der NPD-Kreisverband Leipzig von dem Rentner Helmut Herrmann, der auch stellvertretender NPD-Landesvorsitzender in Sachsen ist. (am)

Quelle: 

übernommen von Blick nach Rechts (BNR) vom 31.03.2010 und ergänzt durch chronik.LE