AfD-Plakatierer trägt Waffe in Waffenverbotszone

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14.

Mai
2019
Dienstag

Im Rahmen des Kommunal- und Europawahlkampfes hängt die AfD auf der Leipziger Eisenbahnstraße Wahlplakate auf. Anwohner_innen beobachten zwei Männer beim Plakate aufhängen, wobei einer der Plakatierer deutlich sichtbar eine Schreckschusspistole trägt. Die daraufhin verständigte Polizei beschlagnahmt die Waffe kurz darauf und nimmt eine Anzeige auf. Obwohl der Träger der Waffe einen kleinen Waffenschein vorweisen kann, ist das Tragen eben solcher Waffen auf der Eisenbahnstraße explizit verboten und stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, welche mit einer Geldstrafe von bis zu 10.000 Euro bestraft werden kann. Die Waffenverbotszone war erst vor wenigen Monaten eingerichtet worden und wird immer wieder als rassistisches und autoritäres Instrument zur Lösung sozialer Probleme kritisiert (Vgl. Artikel "Rassistische Diskriminierung im Leipziger Osten. Kriminalisierung nicht-weißer Menschen durch die Polizei und Stadt " in der aktuellen Ausgabe der Leipziger Zustände, S.96-99).

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