André Poggenburg spricht bei AfD-Kreisverband in Markkleeberg

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31.

Mai
2018
Donnerstag

Der ehemalige Partei- und Fraktionsvorsitzende der AfD in Sachsen-Anhalt, André Poggenburg, spricht auf Einladung des AfD-Kreisverband Landkreis Leipzig in Markkleeberg. Die Veranstaltung trägt den Titel "Für Frieden und Demokratie - gegen Extremismus". Poggenburg fiel in der Vergangenheit immer wieder durch rassistische Äußerungen auf. So bezeichnete er Mitglieder der türkischen Gemeinde als "Kameltreiber" und "Kümmelhändler". Zudem erklärte er sich solidarisch mit den Zielen und Inhalten der Identitären Bewegung, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Derzeit ist er Vorsitzender einer Enquête-Kommission gegen Linksextremismus in Sachsen-Anhalt, dem auch große Teile der CDU-Fraktion zugestimmt hatten. Vor rund 70 anwesenden Personen erläutert Poggenburg die Gefahren, die vom sogenannten Linksextremismus ausgehen würden, ohne auf die hohe Anzahl rechtsmotivierter Straftaten einzugehen. Dabei werden Taten von rechts konsequent ignoriert und verharmlost. So stellt der Vorsitzende des Kreisvorstands der AfD Leipzig die These auf, dass ein Hakenkreuz an der Wand auch von "Linksextremen" dort angebracht worden sein könnte, um den Rechten zu schaden.

Die Veranstaltung wird von Protesten außerhalb und innerhalb des Veranstaltungsraums begleitet. Innerhalb des Saals versuchen einige Personen auf die Leerstellen und Einseitigkeit der Veranstaltung hinzuweisen. Diese werden unter Gegröle der AfD-Anhänger*innen mit den Worten "geht doch erstmal arbeiten" und mit Einsatz von Gewalt von der Security aus dem Saal geleitet.