Antisemitische Plakate in der Eisenbahnstraße

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15.

Mai
2018
Dienstag

Anlässlich der Verlegung der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem demonstrieren Bewohner_innen des Gaza-Streifens, welcher unter Kontrolle der islamistischen Hamas steht, gegen die Verlegung. Es kommt zu blutigen Zusammenstößen als die palästinensischen Demonstranten die Grenze zu Israel attackieren.
Diese Auseinandersetzung nimmt ein Hausprojekt in der Eisenbahnstraße zum Anlass mit einem Transparent "Solidarität mit Israel" zu fordern. Andere Bewohner_innen des Stadtviertels stören sich daran. Auf einem Plakat, welches in großen Mengen im Stadtviertel verklebt wird, ist formuliert: "Wir gedenken der Opfer und fordern - keine Solidarität mit einem Mörderstaat!" In dieser Lesart wird Israel einseitig eine Schuld an der Eskalation des Konfliktes zugeschrieben. Der angelegte Doppelstandard führt zu einer Delegitimation des Staates Israel.
Auch auf Facebook werden Fotos des Hauses mit einer aus einem Fenster hängenden Israel-Fahne verbreitet und die Bewohner_innen bedroht.

Quelle: 

chronik.LE