"Aryan Brotherhood"-Club polizeilich geräumt

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31.

Januar
2008
Donnerstag

Das Klubhaus "Aryan Brotherhood" wurde bereits im Januar polizeilich geräumt, da laut Ordnungsamt der Stadt Leipzig ordnungswidrig ein Gewerbe unterhalten wurde. Bekannt wurde dies erst im März durch eine entsprechende Anfrage der Linksfraktion im Stadtrat.

Die "Bruderschaft", die sich mit ihrem Namen auf eine US-amerikanische Nazi-Gang bezieht, hatte das Ladenlokal in der Mockauer Volbedingstraße im Herbst 2007 angemietet. Das Vereinsleben reichte laut LVZ vom "Training in der Muckibude und am Schießstand bis hin zum Einsatz von Stripperinnen". Entsprechende Fotos finden sich auf der Internetseite der Gruppierung. Unter anderem posieren die mit Sonnenbrillen und Sturmhauben kostümierten "Brüder" dort mit Schrotflinten und Revolvern. Auf der Internetseite wird auch eine eigene "AB-Security" angepriesen.

Angemeldet war die Internetseite der Leipziger "Bruderschaft" ursprünglich auf den Inhaber des rechtsextremen Versandhandels "Front Records" aus Wurzen. Inzwischen läuft die Seite über einen "Bruder", der von einem Grundstück in Falkenhain bei Wurzen aus einen scheinbar unpolitischen Versandhandel für "Problemfans" betreibt. Dieses Grundstück gehört jedoch ebenfalls "Front Records"-Inhaber Thomas P. Über dessen Vertrieb lassen sich auch die auf der "Aryan Brotherhood"-Seite angebotenen T-Shirts bestellen. Diese Textilien gab es zeitweise auch in dem Laden in der Volbedingstraße, ohne dass dafür ein Gewerbe angemeldet war.

Quelle: 

Antwort der Stadtverwaltung Leipzig auf eine Anfrage der LINKEN-Stadtratsfraktion vom 19.03.2008, LVZ vom 02.04.2008, NDK Wurzen