Aufkleber der Identitären Bewegung im Leipziger Norden

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4.

Juni
2017
Sonntag

Im Rosenthal in Leipzig sowie in der Umgebung wurden Aufkleber der Identitären Bewegung geklebt.
Auf einem der Aufkleber ist "Prinz Eugen, Leonidas, Karl Martell - do it again" zu lesen. Daneben sind stilisierte Statuen der drei Personen zu sehen. Inhaltlich wird dabei auf den Habsburger Eugen von Savoyen (1663-1736), der König von Sparta Leonidas I (-480 v. Chr.) sowie dem Franken Karl Martell (-741) bezug genommen, welche militärisch gegen die Osmanen (Eugen), Perser (Leonidas) sowie Araber und Beber (Martell) siegten. Im Verständnis der Identitären bewahrten diese militärischen Siege Europa von einer vermeintlichen "Islamisierung".
Weitere Sticker sind mit den Slogans "Sichere Grenzen statt Asylwahn" sowie "Unser Land, unsere Werte" versehen.
Die "Identitäre Bewegung" kommt ursprünglich aus Frankreich und ist seit 2012 auch in Deutschland vertreten. Ihre Ideologie begründet sich dabei im Ethnopluralismus. Diese kulturrassistische Argumentation geht davon aus, dass es unterscheidbare und homogene Kulturkreise gäbe, die durch Migration bedroht seien. Die "Identitäre Bewegung" tritt betont jugendlich und popkulturell auf, ihre rassistischen und islamfeindlichen Positionen werden dabei aktionistisch verpackt. Sie treten außerdem besonders im Internet in Erscheinung. (Mehr Infos: Bundeszentrale für politische Bildung 2014)

Quelle: 

Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS)