B107-Proteste flauen ab

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30.

Mai
2021
Sonntag

In sieben Ortschaften entlang der Bundesstraße 107 versammeln sich Kritiker_innen der Coronamaßnahmen der Bundesregierung. Ihre Zahl ist im Vergleich zu den Vorwochen leicht abnehmend und beläuft sich auf etwa 135 Personen.
Vertreten war bei den vorangegangenen Veranstaltungen ein Spektrum von Neonazis, Verschwörungstheoretiker_innen, Impfgegner_innen, Reichsbürger_innen sowie angeblichen friedensbewegten Personen. Ausdruck findet dies in den zahlreichen Reichs- und Wirmerfahnen, die von der Neonaziszene als Ersatzflagge für verbotene Symboliken und Fahnen genutzt wird. Die Reichsbürgerfraktion zeigt ihre Reichsfahnen mit der aufgedruckten Forderung nach Friedensverträgen, die es in ihrer Logik brauche, da die BRD ein immer noch von den Allierten besetztes und unsouveränes Land darstelle. Der Pharmaindustrie wird unterstellt ebensowenig an gesunden Menschen interessiert zu sein wie die Rüstungsidnustrie an Frieden. Im Laufe der Proteste war sich bereits gegen einen angeblichen "Impffaschismus" ausgesprochen und sich im "3. Weltkrieg" gewähnt worden.
Die Versammlungsbehörde erkennt, anders als in den Vorwochen, keinen Versammlungscharakter.

Quelle: 
  • chronik.LE
  • Medieninformation der Polizeidirektion Leipzig Nr. 274|21