Bedrohungen bei Verhandlung gegen Vereine der Holocaustleugnerszene

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5.

August
2009
Mittwoch

Am Mittwoch wurde am Bundesverwaltungsgericht das Verbot der Vereine "Collegium Humanum" sowie "Bauernhilfe" verhandelt. Die Vereine hatten Klage dagegen eingelegt. Das Bundesverwaltungsgericht bestätigte nun, dass das Verbot des "Collegium Humanum" zu Recht ergangen ist, weil dieser Verein nach seinen Zwecken und seiner Tätigkeit den Strafgesetzen zuwiderläuft und sich zudem gegen die verfassungsmäßige Ordnung richtet.

Nach Angaben der LVZ hatten sich circa 50 Nazis eingefunden, um die Vorsitzende der Vereine, Ursula Haverbeck-Wetzel, zu unterstützen. Darunter waren neben diversen NPD-Abgeordneten auch "Freie Kräfte". Thomas Gerlach, Führungsfigur der regionalen "Freien Kräfte" und Mitbegründer des inzwischen stillgelegten "Freien Netzes".
Während der Verhandlung wurde ein Pressefotograf von den anwesenden Nazis beleidigt und angegriffen.

Verschiedene Mitglieder des "Collegium Humanum" betreiben seit März 2007 die sogenannte "Gedächtnisstätte" in Borna. Der Treffpunkt für Neonazis aller Coleur gilt als ein Nachfolgeverein der nun verbotenen Vereine.