Brutaler Angriff zu Silvester in Brandis durch zwei Männer aus der "rechten Szene"

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1.

Januar
2011
Samstag

In der Silvesternacht wurde im Brandiser Ortsteil Waldsteinberg (Landkreis Leipzig) gegen 1 Uhr ein 24-Jähriger auf offener Straße von zwei Männern brutal zusammengeschlagen. Laut Landeskriminalamt waren "gegenläufige politische Einstellungen" der Grund für den Übergriff. Die beiden Tatverdächtigen (20 und 23 Jahre) sollen in der "rechten Szene" aktiv sein. Sie wurden am 10. Februar nach "umfangreichen Ermittlungen" durch die "Soko Rex" des LKA verhaftet. Ermittelt wird wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung.

Die zuständige Polizeidirektion Westsachsen hatte den Überfall in ihren Medieninformationen nach der Tat nicht erwähnt. Daher blieb der Überfall bis zur Pressemitteilung des LKA vom 10. Februar in der Öffentlichkeit unbekannt und hat auch danach kaum Beachtung gefunden. Das LKA hat die Ermittlungen nach eigenen Angaben bereits am 3. Januar übernommen. Als Grund dafür nannte die Pressesprecherin auf Nachfrage von chronik.LE die mutmaßliche "politische Motivation" der Täter. Das Opfer habe eine "kritische Einstellung zu einer politisch rechten Gesinnung".

Weitere Angaben zur Schwere der Verletzungen, zum genauen Ablauf der Übergriffs und zur Art des Engagements der "Schläger" in der "rechten Szene" verweigerte die LKA-Sprecherin mit Verweis auf die Persönlichkeitsrechte des Betroffenen, ermittlungstaktische Gründe und die anstehende Hauptverhandlung.