Burschenschafter feiern 200 Jahre Völkerschlacht ...

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12.

Oktober
2013
Samstag

Zum 200. Jahrestag der Völkerschlacht und dem 100-jährigen Bestehen des Völkerschlachtdenkmals plante ein Zusammenschluss „örtlicher Burschenschaften zu Leipzig“, dem die schlagenden Verbindungen Arminia, Normania und Germania angehören, eine dreitägige Festveranstaltung.

Geplant war neben der Besichtigung der Orte des Schlachtgeschehens und des Denkmals ein Frühschoppen sowie Totengedenken und Kranzniederlegung am Theodor-Körner-Denkmal nahe der Oper mit Harald Lönnecker (Leiter von Archiv und Bücherei der als rechts geltenden Deutschen Burschenschaft). Für das „feierliche Festkommers“ war der Preußische Wartesaal des Hauptbahnhofs gemietet, dieser wurde aber gekündigt. Grund dafür waren Vorkommnisse am 15. Juni diesen Jahres bei einer Burschenschaftsveranstaltung in diesem Saal, bei der es aufgrund von völkischen und nationalistischen Äußerungen, u.a. das Singen des „Deutschlandlieds“ mit allen Strophen, zu Beschwerden kam.

Auch aufgrund dieses Vorfalls sagte der vorgesehene Festredner Volker Rodekamp, Direktor des Stadtgeschichtlichen Museums, wieder ab. Die Berichterstattung seitens der LVZ zu diesen Vorgängen und der Absage bezeichnet die Verbindung Germania auf ihrer Facebookseite als Diffamierungs- und Hetzkampanie. Sie rechtfertigen dort auch das Singen des „Deutschlandlieds“ mit allen Strophen.

Viele Burschenschaften, vor allem die im Korporationsverband Deutsche Burschenschaft – dem die örtlichen Burschenschaften zu Leipzig angehören – organisierten, vertreten und propagieren nationalistische, völkische, reaktionäre und geschichts- und gebietsrevisionistische Ansichten. Die Veranstaltungen zum Völkerschlachtsjubiläum sind ebenfalls in diesem Kontext zu sehen.

Quelle: 

LVZ vom 12.07.2013