CDU-Abgeordneter vergleicht Klimaaktivisten mit rechten Akteuren

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29.

Juli
2018
Sonntag

Der aus dem Erzgebirge stammende CDU-Politiker Alexander Krauß diffamiert in einer Erklärung das in Pödelwitz stattfindende Klimacamp. Das Dorf Pödelwitz soll seit Jahren einem Tagebau weichen, die verbliebenen Bewohner_innen weigern sich allerdings ihr Dorf aufzugeben. Mit dem "Klimacamp Leipziger Land 2018" soll gemeinsam mit den Menschen vor Ort "Perspektiven für einen selbstbestimmten Strukturwandel" entwickelt werden. Dazu wird u.a. ein vielfältiges Bildungsprogramm angeboten.
Eine nicht dem Camp zugehörige Gruppe kündigte weiterhin an durch eine Protestaktion vor dem benachbarten Braunkohletagebau direkt gegen das Unternehmen Mibrag protestieren zu wollen. Besonders dies ist Stein des Anstoßes für den sächsischen Bundestagsabgeordneten Krauß, welcher in der Vergangenheit bereits im Aufsichtsrat von Vattenfall saß. Laut LVZ bezeichnet er die Organisator_innen und Teilnehmer_innen des Camps als "Öko-Gutmenschen" und "Öko-Terroristen" und vergleicht diese mit der "Identitären Bewegung". Durch diese Gleichsetzung wird zivilgesellschaftliches für einen bewussten ökologischen Umgang mit der Welt diskreditiert. Ebenso wird dadurch die "Identitäre Bewegung", eine der aktuell erfolgreichsten Formen neurechter Politik, verharmlost.

Quelle: 

LVZ-online vom 29.07.2018: CDU-Bundestagsabgeordneter Alexander Krauß schießt gegen Klimacamp