Deutschlandlied im Stadion angestimmt

Druckeroptimierte VersionAls Email versenden

31.

Oktober
2017
Dienstag

Im Vorfeld des Pokalspiels zwischen BSG Chemie Leipzig und FSV Zwickau stimmen einige Fans von Chemie Leipzig die erste Strophe des sogenannten "Lieds der Deutschen" an.

In diesem 1841 von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben geschriebenen Lied drückte sich damals die Sehnsucht nach einem vereinigten Deutschland aus. Im ersten Weltkrieg entstand der durch die Oberste Heeresleitung (OHL) in die Welt gesetze Mythos von Langemark. Nach diesem sei ein Regiment unter dem Gesange "Deutschland, Deutschland über alles" siegreich gegen die französischen Stellungen vorgerückt. In der Weimarer Republik wurde das Deutschlandlied in allen drei Strophen auf Veranlassung des sozialdemokratischen Reichspräsidenten Friedrich Ebert zur offiziellen Nationalhymne Deutschlands bestimmt. Im Nationalsozialismus wurde nur die erste Strophe gesungen, auf die danach stets das Horst-Wessel-Lied folgte. 1991 wurde nur die dritte Strophe als Nationalhymne bestimmt.
In der ersten Strophe des Liedes wird u.a. die Ausdehnung von Deutschland besungen, Deutschlands Grenzen sollte „von der Maas bis an die Memel“ und „von der Etsch bis an den Belt“ reichen.

Infolge des Anstimmen des Liedes beim Pokalspiel kommt es zu einer verbalen und körperlichen Auseinandersetzung. Die einschreitende Polizei schützt nach Augenzeug*innen die Personen, welche das Lied angestimmt haben.

Quelle: 

chronik.LE