Diskriminierende Polizeipresseinformationen im Monat Juli 2012

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31.

Juli
2012
Dienstag

In einem Fall hat die Polizeidirektion Leipzig in ihren Pressemitteilungen im Monat Juli die Richtlinien für einen nicht-diskriminierenden Sprachgebrauch missachtet:

* PM der PD Leipzig vom 20.07.2012

Die in der Pressemitteilung aufgeführte Tat steht in keinerlei erkennbarem Zusammenhang mit der Herkunft des Tatverdächtigen.

Das Problematische daran: Die nicht-sachgerechte Verknüpfung von Kriminalität mit der zugeschriebenen nicht-deutschen Herkunft fördert und festigt bestehende rassistische Vorurteile in der Bevölkerung über "Ausländer". Der Pressekodex des Deutschen Presserates verlangt daher: "In der Berichterstattung über Straftaten wird die Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu religiösen, ethnischen oder anderen Minderheiten nur dann erwähnt, wenn für das Verständnis des berichteten Vorgangs ein begründbarer Sachbezug besteht. Besonders ist zu beachten, dass die Erwähnung Vorurteile gegenüber Minderheiten schüren könnte." (Richtlinie 12.1 des Pressekodex)

Quelle: 

Pressemitteilungen der PD Leipzig