Erneute Demonstration der "Bürgerbewegung Grimma"

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1.

April
2016
Freitag

Die selbsternannte "Bürgerbewegung Grimma" führt am Freitagabend zum wiederholten Mal eine Demonstration in Grimma durch. Unter den 50-70 Teilnehmenden sind vor allem Anhänger von Pegida und Legida. Der frühere Legida-Chef Markus Johnke aus Wurzen ist auch dieses Mal wieder dabei.

Der "Spaziergang" der Initiative beginnt vor dem Rathaus und führt unter anderem über den Nicolaiplatz. Dort findet gleichzeitig eine Gegenkundgebung von etwa 120 Bürger_innen für „Weltoffenheit und Toleranz“ statt. Zu den Redner_innen gehören u.a. Oberbürgermeister Matthias Berger, die sächsische Ministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, und Stadträte der Fraktionen "Bürger für Grimma" und der CDU. Ein Schüler des Gymnasiums bezeichnet die angebliche Bürgerbewegung als "regionale Nachgeburt dieses Leipziger Ablegers des Dresdener Bürgerzorns“. Vorfälle wie in Heidenau oder Clausnitz würden geschehen, "weil Menschen wie Markus Johnke und Konsorten Ängste und Verunsicherung aufgreifen, schüren, ja sogar anfachen.“

Die Polizei sichert den Aufzug mit 75 Einsatzkräften ab. Laut LVZ hielten sich einzelne Legida-Anhänger in Zweier- und Dreiergruppen "teils augenscheinlich alkoholisiert in Nebengassen und -straßen auf und wurden teils polizeilichen Personenkontrolle unterzogen". Das Innenministerium berichtet in der Antwort auf eine Kleine Anfrage von zwei Ordnungswidrigkeiten wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz aus dem Teilnehmerkreis der "Bürgerbewegung Grimma".