Erschießung bei Sachbeschädigung?

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16.

Mai
2019
Donnerstag

Auf der Facebookseite des AfD-Landtagsabgeordneten und Stadtratskandidaten Roland UIbrich wird ein juristisches Fallbeispiel veröffentlicht. In diesem wird auf den Leipziger Stadtratswahlkampf angespielt.

Es wird unter anderem die Frage gestellt, ob eine Person sich strafbar machen würde, wenn sie mit einem Gewehr eine Person erschiessen würde, welche gerade Plakate abreißt. Zudem ist vermerkt, dass "Rechtanwalt U, Fachanwalt für Strafrecht", den Fall "im sozialen Medium Facebook eingestellt" habe.

Wenig später löst Ulbrich den Sachverhalt in seinem Sinne auf und gibt an, dass sich die schießende Person nicht strafbar gemacht hätte.

Ebenfalls instrumentalisiert er in diesem Post seine Lösung auf die Frage, ob er als "Rechtsanwalt U" sich durch das Veröffentlichen auf Facebook strafbar gemacht hätte.
Ganz im Sinne der Oppostitionsstrategie der AfD stilisiert er sich als Opfer und behauptet, wir lebten in Zeiten in denen "bereits die Diskussion von Thesen kriminalisiert wird."
Dass Plakatierer der AfD bereits Menschen angreifen und mit Schusswaffen unterwegs sind ignoiert er hierbei.

Ulbrich ist von Beruf Rechtsanwalt.

Quelle: 

chronik.LE