Exotisches Leben auf der Eisenbahnstraße?

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27.

Juli
2018
Freitag

Zwei junge Menschen, die nach eigenem Bekunden im Umfeld der Eisenbahnstraße wohnen, erstellen eine Art Modelabel. Über dieses Label bieten sie T-Shirts mit der Aufschrift "Eisnbhn" zum Verkauf an. Als Hintergrund der Entstehung wird auf der Website des Labels das "großartige Leben zwischen Hummus, Rabet und lauter Musik, die aus Autos schallt" beschrieben. Die Eisenbahnstraße wird als "anders, laut, bunt, wild exotisch, wohl auch gefährlich" beschrieben. Damit bedient die Beschreibung rassistische Stereotype von einer angeblich fremden Eisenbahnstraße und knüpft dabei an bestehende rassistische Diskurse zum Stadtteil an. Auf der Eisenbahnstraße lebende Menschen wird durch die exotisierende Beschreibung und der Betonung deren Andersartigkeit das Zugehörigsein zur pluralen Gesellschaft abgesprochen.

Quelle: 
  • chronik.LE
  • Website Eisnbhn