Frau lehnt Kommunikation ab und erfährt Gewalt

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11.

August
2019
Sonntag

Am Sonntagabend belästigt ein 35-jähriger Mann auf der Igelstraße eine 21-jährige Frau sexuell. Nachdem er die Frau wiederholt anspricht, fordert sie ihn auf, dies zu unterlassen. Auf die Abweisung reagiert der Mann aggressiv; er schlägt der Frau mehrfach ins Gesicht und gegen den Oberkörper, wodurch sie stürzt.

Da die Frau nicht entsprechend seiner Erwartungen, die auf gesellschaftlichen Rollenvorstellungen beruht - die Frau als fürsorglich und gebend, auch in sexueller wie emotionaler Hinsicht -, reagierte, führte das Ausbleiben zu Gewalt, die der Mann als zurechtweisendes und bestrafendes Mittel einsetzte. Hinter dem Agieren des Mannes steckt folglich ein misogyner Akt.

Mehr zu Misogynie im Artikel "Einzelfall, tragisches Schicksal oder selbst Schuld? Frauenmorde und ihre rassistische Verwertung" (S. 40-42) von Naomi Shibata und Lena Kirsch in der 2019er Ausgabe der »Leipziger Zustände«.

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