Frei.Wild-Konzert in der Arena

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16.

April
2018
Montag

Am Montag findet in der Konzert-Location Arena Leipzig ein Konzert der österreichischen Band Frei.Wild statt. Die Band behauptet von sich selbst zwar, nicht neonazistisch zu sein, ihre Texte sprechen jedoch eine verwandte Sprache. Und so sind zahlreiche deutsche Neonazis ihre Fans, die mit neonazistischen Kleidungsmarken wie Thor Steinar zu ihren Konzerten kommen. Die LVZ schrieb dazu am 16.04.2018: "wer „Sprache, Brauchtum, und Glaube sind Werte der Heimat / Ohne sie gehen wir unter, stirbt unser kleines Volk“ singt, muss sich nicht wundern, wenn deutsche Neonazis, Identitäre und andere Rechte mitgrölen.". Eine konsequente Distanzierung der Band von ihrem neonazistischen und rassistischen Publikum fehlt bisher. Das ist kaum verwunderlich, denn der Sänger von Frei.Wild, Philipp Burger, war bis 2001 Teil der Rechtsrockband "Kaiserjäger" und bis 2008 Mitglied der rechtspopulistischen Partei "Die Freiheitlichen".
Daneben bespielen die Texte und Videos von Frei.Wild nicht nur nationalistische Sehnsuchtsfantasien oder Verlustängste, in denen "einem Volk seine Heimat entrissen" würde, und welche es "vor Feinden" zu verteidigen gälte, sondern auch sexistische Stereotype: in einem Video erscheinen Frauen als leichtbekleidete Objekte, nach denen männliche Hände greifen. Die Frau wird als notorische Fremdgeherin inszeniert, die zur Strafe alt und hässlich wird, während eine andere das Non-Plus-Ultra als Frau erreicht, in dem sie ein idealtypisches Modell wird. Das Frauen nur für ihr Äußeres existieren würden und es ihnen nur um die Befriedigung von Männern gehe, sie also Objekte männlicher Lust seien, reproduziert die österreichische rechte Band mit solchen Videos.

Das Konzert der Band in Leipzig im April wird von der Arena Leipzig weder bei Facebook noch auf der eigenen Homepage beworben.