Gedenktafel zum Neunten November zerstört

Druckeroptimierte VersionAls Email versenden

8.

November
2021
Montag

In der Nacht zum neunten November zerstören Unbekannte auf dem Gedenkort Josephstr. 7 den zentralen Aufsteller. Der Gedenkort befasst sich mit alltäglichen Kontinuitäten der Shoa am Beispiel eines Grundstücks in Leipzig-Lindenau. Hier hat ein Brief einer Überlebenden der Shoa an die Stadtkämmerei den Anstoß für den Gedenkort gegeben. Seit neun Jahren wird der Ort betrieben und vielfältig genutzt. Der Ort besteht vor allem aus Texten auf Panzerglasscheiben. Auch Ausschnitte des Briefes sind so ausgestellt. Eben dieser Aussteller wurde umgetreten und dabei zerstört.

Am 9./10. November 1938 fanden die Novemberpogrome in Deutschland statt. Dabei wurden über 400 Jüd_innen ermordet. Die Pogrome waren eine vom nationalsozialistischen Regime organisierte und gelenkte Zerstörung von Einrichtungen jüdischer Bürger_innen, darunter Synagogen, Geschäfte sowie Privatwohnungen, im gesamten Deutschen Reich.

Quelle: