Gewalttätige Kontrolle bei LVB

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8.

April
2019
Montag

Als ein Fahrgast bei einer Fahrkartenkontrolle der LVB gegen 15.30 Uhr aufgrund seiner Kopfhörer erst nicht reagiert und dann aufsteht, versperrt ihm ein Kontrolleur den Weg und hält ihn fest. Kurz darauf bringt der andere Kontrolleur den Fahrgast mit unangekündigter Gewalt zu Fall und drückt seine Kehle mit einem Knie auf den Boden und fügt ihm damit erhebliche Schmerzen zu. Mit seinem deutlich schwereren Körper sitzt er auf dem Fahrgast. Das andere Knie fixiert sein Handgelenk. Diese Position verändert er während der lange andauernden Maßnahme nicht. Der andere Kontrolleur hält ein Bein fest. Weiterhin greift ein weiterer Fahrgast ein und hält ebenfalls ein Bein fest. Angeblich seien "Frauen und Kinder in Gefahr", so der Fahrgast.
Anwesenden und zusteigenden Fahrgästen wird die Situation durch die Kontrolleur_innen immer wieder damit erklärt, dass der Fahrgast aggressiv gegen die Kontrolleure vorgegangen sei und diese geschlagen hätten. Beides entspricht nicht der Wahrheit. Mitfahrende greifen nicht in die Situation ein.
Der Kontrolleur, welcher die Eskalation maßgeblich vorangetrieben hat, hat auf seinem Unterarm das World Trade Center mit dem Slogan "9/11 - we will allways remember" tätowiert. Dass er mit seiner Handlung dem Fahrgast Schmerzen zufügt, scheint ihn nicht zu interessieren. Vielmehr muss der Fahrgast insgesamt ca. 40 Minuten in dieser Position verharren bis die Straßenbahn in den Straßenbahnhof Angerbrücke einfährt und alle anderen Fahrtgäste aussteigen müssen. Der herbeigerufenen Polizei erzählen die Kontrolleure lediglich vom fehlenden Ticket, erwähnen aber angebliche gewalttätige Handlungen nicht mehr.
Der geschädigte Fahrgast sah sich seiner Einschätzung nach aufgrund rassistischer Markierung verstärkter Gewalt ausgesetzt. Die gewalttätige Maßnahme führte zu zweiwöchigen Beschwerden u.a. beim Schlucken und Atmen.

Quelle: 

chronik.LE