Hetzjagd und Hilfsverweigerung der Polizei

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10.

Mai
2015
Sonntag

Vier junge Menschen veranstalten einen Grillabend in Meusdorf. Als sie gegen Mitternacht auf dem Rückweg zur Bahn sind, begegnen sie einer Gruppe von zehn bis 15 Personen. Im Vorbeigehen werden sie - vermutlich aufgrund ihrer bunten Haare - von der größeren Gruppe als "Zeckenschweine" und "Schande" bezeichnet. Als sich einer der angesprochenen Personen umschaut, um die Gefahr einzuschätzen, ruft einer aus der Gruppe: "Drehe dich noch einmal um und ich trete dir die Fresse ein!"

An der Haltestelle angekommen, beschließt die Vierergruppe noch bis zur nächsten Station zu laufen, um sich von der aggressiven Gruppe zu entfernen. Diese verfolgt daraufhin die vier Personen, woraufhin diese beginnen zu rennen. Sie verstecken sich in einem Garten.

Sie setzen einen Notruf ab und alarmieren die Polizei. Neben den üblichen Fragen will der Beamte wissen, ob die Gruppe auffällig aussähe. Aufgrund der Antwort "Zwei von uns haben bunte Haare" schlussfolgert der Polizist: "Also dann gehen sie eher in die linke Richtung".

Da die vier Verfolgten keine exakte Adresse nennen können - sie befinden sich in einem Garten -, sagt der Polizist am Telefon, dass er keine Beamt*innen schicken könne. Der Beamte reagierte in der Situation nach Einschätzung der Betroffenen mit Sarkasmus und Spott, der Notruf blieb ohne Erfolg.

Quelle: 

chronikLE