Holocaustleugner verteilen Propaganda auf Leipziger Buchmesse

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20.

März
2010
Samstag

Nach Augenzeug_innen-Berichten wurden auf der Leipziger Buchmesse geschichtsrevisionistische, den Holocaust leugnende Flugblätter verteilt.

Auf zynische und opferverhöhnende Weise wird sich in den Flugblättern auf den Holocaust bezogen. Überschieben waren sie mit dem Satz "Denken macht frei". Schon die Überschrift erinnert an die Parole "Arbeit macht frei", der Toraufschrift mehrerer nationalsozialistischer Konzentrations- und Vernichtungslager. Der Text enthält zentrale Argumentationen der Holocaustleugnung, wie sie in der internationalen Szene der Geschichtsrevisionist_innen geläufig sind.

Autor des Flugblatts und Mitglied dieser Szene ist der Holocaustleugner Bernhard Schaub. Das Flugblatt ist auf seiner Homepage einsehbar. Schaub war u.a. Vorsitzender des Vereins zur Rehabilitierung der wegen Bestreitens des Holocaust Verfolgten, der 2008 verboten wurde. Ausserdem führte er mit Ursula Haverbeck-Wetzel den "Bildungsverein" Collegium Humanum, ebenfalls 2008 wegen Leugnung des Holocausts verboten. Der Verein hatte auch direkte Verbindungen zur früheren Bornaer "Gedächtnisstätte".

Quelle: 

chronik.LE