Homophobe Mail an Mitglied der Juristenfakultät

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4.

Oktober
2011
Dienstag

Am Dienstag erhielt ein Mitglied des Fachschaftsrates (FSR) der Juristenfakultät eine anonym verfasste E-Mail, deren Inhalt die sexuelle Identiät des Opfers diskriminierte und herabwürdigte.

Die betroffene Person wandte sich daraufhin an den Gleichstellungsbeauftragten der Fakultät. Nach mehreren Gesprächen mit dem Opfer und aufgrund der Nichtfeststellbarkeit des Absenders der E-Mail erklärt der Gleichstellungsbeauftragte der Juristenfakultät in einem am 9. November veröffentlichtem Schreiben:

In einer der wissenschaftlichen Freiheit verpflichteten Fakultät und Universität sind Diskriminierungen jedweder Art, insbesondere auch aufgrund der sexuellen Identität, nicht hinnehmbar. Die wissenschaftliche Freiheit umfasst denknotwendig die Toleranz von Fremden, die Akzeptanz anders Denkender und Fühlender und die Offenheit auch und gerade gegenüber allen Minderheiten.

Vor dem Hintergrund des grundgesetzlich verankerten Diskriminierungsverbots dürften "alle Universitätsangehörigen grundsätzlichen Respekt für sich erwarten und einfordern".