Homosexuellenfeindliche Gesänge durch RB-Leipzig-Fans

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19.

Oktober
2014
Sonntag

Bei dem Oberliga-Spiel zwischen Lok Leipzig und dem zweiten Team von RB Leipzig skandierten RB-Fans homosexuellenfeindliche Gesänge.

Während ein Trommler den Takt vorgibt, stimmten einige der 450 Fans im Gästeblock den homosexuellenfeindlichen Gesang an. Die - zumeist als jünger und männlich beschriebenen - RB-Anhänger_innen sangen "Schwulenliebe ist okay" und fügen "Erfurt, Lok und HFC" an.

Das Verhältnis zwischen den Fans von RB Leipzig und den Angesprochenen von Rot-Weiß Erfurt, Lok Leipzig sowie den Halleschen FC besteht in tief sitzender Abneigung, gar Hass. Die Äußerungen der RB-Fans, dass Homosexualität "okay" sei, sind in diesem Kontext als zynische Abwertung der gegnerischen Fans zu verstehen. Durch die Zuschreibung von Homosexualität zu den als negativ empfundenen gegnerischen Fans wird eine gleichgeschlechtlich orientierte sexuelle Ausrichtung generell abgewertet.

Quelle: 

Spiegel-Online vom 28.02.2015: "Antisemitische Rufe bei RB Leipzig: Die Kurve verliert ihre Unschuld"; Fußballfans-gegen-Rechts vom 22.10.2014: "Homophobe Fangesänge: RB-Fans fallen bei Oberliga-Derby unangenehm auf"