Unter ihresgleichen: Annette Groth beim "AK Nahost"

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12.

März
2015
Donnerstag

Parallel zur Leipziger Buchmesse, deren Schwerpunkt das 50-jährige Bestehen der diplomatischen Beziehungen zwischen Israel und Deutschland ist – überschrieben ist die Buchmesse daher auch mit "1965 bis 2015. Deutschland - Israel" – organisiert der AK Nahost ein Gegenprogramm, welches u.a. in dem Räumen der Universität stattfindet.

So ist am Donnerstagabend die Bundestagsabgeordnete Annette Groth (Die Linke) zu Besuch im Geisteswissenschaftlichen Zentrum (GWZ). Sie soll zum Thema „Menschenrechtsverletzungen in Palästina: Das Russell-Tribunal zum Gaza-Krieg“ referieren. Das Russell-Tribunal fand 1966 und sollte mögliche Kriegsverbrechen der USA im Vietnamkrieg untersuchen und dokumentieren. Das Ziel des neuerlichen »Russell-Tribunals« ist die Delegitimierung von Israel. Kritiker_innen werfen ihm vor, Beweise lediglich einseitig zusammenzutragen und bereits mit vorgefertigtem Bild in eine Beurteilung zu gehen.

Aufgrund einer kritischen Intervention von Antifaschist_innen kann die Veranstaltung jedoch nicht wie geplant stattfinden, sondern muss in ein benachbartes Café ausweichen.

Reaktion in Person: Annette Groth

Eine größere und vor allem unrühmliche Bekanntheit erlangte Groth durch ihre Teilnahme am Durchbruchsversuch der israelischen Seeblockade des »Ship-to-Gaza-Konvois« Ende Mai 2010. Sie war mit ihren Parteikolleg*innen Inge Höger und Norman Paech auf der »Mavi Marmara« untergebracht. Ziel der Blockade war, den Schmuggel von Waffen durch die terroristische Organisation "Hamas" in das Gebiet Gazas zu verhindern. Durch eine tödliche Auseinandersetzung konnten Beteiligte und Befürworter*innen des antisemitisch-motivierten Gaza-Konvois das Narrativ des israelischen Aggressors etablieren.

Im Januar 2012 unterzeichnete sie den Aufruf "Kriegsvorbereitungen stoppen! Embargos beenden! Solidarität mit den Völkern Irans und Syriens!". Der antiamerikanische und scheinbar pazifistisch-ausgerichtete Aufruf solidarisiert sich mit den Machthabern in den Diktaturen Iran und Syrien und verkennt Menschenrechtsverletzungen dieser.

Zudem setzte das »Simon Wiesenthal Center« Annette Groth – zusammen mit Inge Höger – auf Platz 4 ihrer Liste der zehn weltweit schwersten antisemitischen Vorfälle im Jahre 2014. Ausschlaggebend dafür wahr eine Beteiligung an der so genannten "Toilettenaffäre", bei der Gregor Gysi von zwei antisemitischen Journalisten bis zur Toilette verfolgt wurde.

Quelle: