JN Leipzig "feiert" Geburtstag - den eigenen und Adolf Hitlers

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20.

April
2010
Dienstag

Am 20. April "feierte" die JN-Leipzig nicht nur den Geburtstag Adolf Hitlers, sondern auch das eigene zwei-jährige Bestehen. Der Festakt fand vermutlich auf dem NPD-Gelände in der Odermannstraße statt.

Auf der Internetseite der JN wurde ein gewohnt schwulstiger Text veröffentlicht, der vor allem Adolf Hitler hinterhertrauert, in der Hoffung auf den "Aufstieg eines neuen unübertroffenen Genies". In volkstümlicher Atmosphäre, zu Klängen von Richard Wagner, resümiert man(n) die eigenen Heldentaten und bestimmt die weiteren Ziele. So will die JN-Leipzig auch weiterhin:

"...Akzente setzen bei der Ausbildung von Aktivisten zu ganzheitlichen Trägern unserer Idee. Ganz nach den Worten jener geehrten Persönlichkeit [gemeint ist Adolf Hitler, Anm. chronik.LE]: „Die beste Waffe ist totes, wertloses Material, solange der Geist fehlt, der bereit, gewillt und entschlossen ist, sie zu führen."

Die Beziehung zwischen dem Subjekt "Geist" und dem Objekt "wertloses Material/Waffe" bezeichnet sowohl das Verhältnis zwischen dem nationalsozialistischen Schläger und seinem Schlagring, als auch das Verhältnis der JN/NPD Führung zu eben jenen Schlägern. In der NS-Führungsideologie werden die (willigen) Massen als Menschenmaterial verstanden, das vom Führer nach eigenem "genialen" Gutdünken eingesetzt und bewegt wird. Der Führer gilt als von der "Vorhersehung" geschickt, und ist deswegen selbst die Inkarnation der nationalsozialistischen "Idee". Aus dieser quasi-religiösen Begründung des Führungsanspruches leitet sich die stark hierarchische Struktur aller NS-Gruppen und die völlige Abwesenheit einer Diskussionskultur bzw. demokratischer Entscheidungsprozesse innerhalb der Bewegung ab.

Quelle: 

JN-Leipzig Internetseite vom 21.04.2010