Leipziger Neonazi zum Landesvorsitzenden von "Die Rechte" gewählt

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1.

August
2015
Samstag

Der Leipziger Alexander Kurth, zuletzt u.a. bei der NPD und den "Jungen Nationaldemokraten" (JN) aktiv, wurde am Wochenende vom 31.7/1.8.2015 in Görlitz zum Landesvorsitzenden der neonazistischen Klein-Partei "Die Rechte" gewählt. Als Stellvertreterin fungiert die für die NPD in den Stadtrat von Bautzen gewählte Daniela Stamm, die nach ihrer Wahl zur Konkurrenzpartei gewechselt war. Beisitzer kommen nach Parteiangaben aus Chemnitz, dem Vogtland und Ostsachsen.

"Die Rechte" wurde im Mai 2012 durch den aus Hamburg stammenden Neonazi Christian Worch gegründet. Ein im Oktober 2013 gebildeter Landesverband Sachsen war schnell wieder in der Versenkung vesrchwunden. Im November 2014 kündigte die Partei an, den Landesverband zu reaktivieren. Führend beteiligt daran war Alexander Kurth, der nach seiner gescheiterten Kandidatur für den Leipziger Stadtrat zu diesem Zeitpunkt die NPD verlassen hatte.

An dem Treffen in Görlitz nahmen nach Angaben der Partei auch Vertreter der „Die Rechte“-Landesverbände Sachsen-Anhalt, Bayern, Thüringen und Niedersachsen sowie „Freier Gruppierungen“ teil. Zu den Rednern zählten unter anderem Philipp Hasselbach und Bert Müller, die Landeschefs in Bayern und Thüringen, sowie Frank Rohleder von den „Freundeskreisen Udo Voigt“.