Nazi-Konzert mit "Blood & Honour"-Bands in Leipzig

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29.

November
2008
Samstag

Knapp drei Wochen nach dem von ca. 350 Teilnehmer_innen besuchten Nazi-Konzert am 8. November findet am 29. November in Leipzig eine weitere Veranstaltung dieser Art statt, die von der Staatsregierung im Nachhinein ebenfalls "abschließend als rechtsextremistisches Konzert bewertet" wird. Diese nachträgliche Auskunft findet sich in der am 16. April 2009 veröffentlichten Antwort auf eine Große Anfrage der Linksfraktion zum Thema "Extreme Rechte in Sachsen". Demnach traten bei dem von einer "Einzelperson" organisierten Veranstaltung die regionalen Nazi-Bands "Aryan Hope" (Wurzen), "White Resistance" (Schneeberg), "Strong Side" und "Sachsonia" (Dresden) auf. Ihnen lauschten nach diesen Angaben ca. 200 Besucher_innen.

"White Resistance" und "Strongside" waren kurz zuvor für ein Konzert des in Deutschland verbotenen "Blood & Honour"-Netzwerks am 18. Oktober in Belgien angekündigt. Bereits im Dezember 2006 wurden Mitglieder von "White Resistance" auf dem Flughafen Altenburg-Nobitz von der Polizei durchsucht, als sie von einem "Blood & Honour"-Konzert in London zurückkehrten. Die Polizeiaktion erfolgte im Rahmen eines Verfahrens der Staatsanwaltschaft Dresden und des LKA Sachsen wegen Fortführung der verbotenen Vereinigung "Blood & Honour Division Deutschland".

Quelle: 

Große Anfrage der Linksfraktion zum Theme "Die Extreme Rechte in Sachsen" (Drs. 14/14661) - Antwort des Sächs. Innenministreiums vom 16.04.2009, "Fight Facism"-Blog vom 30.09.2009, Redok.de vom 16.12.2006