Nazi-Kundgebung in Geithain

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15.

Februar
2011
Dienstag

Am Dienstag Nachmittag fanden sich ca. 20 Neonazis mit Fackeln auf dem Geithainer Marktplatz zu einer "Mahnwache" ein. Diese war vom örtlichen NPD-Stadtrat Manuel Tripp unter dem Motto "Jugend braucht Freiräume" angemeldet worden. Tripp ist gleichzeitig einer der führenden Köpfe des Neonazisnetzwerks "Freies Netz Borna-Geithain". Die schwarz im Stil der "Autonomen Nationalisten" gekleideten Teilnehmer hatten sich versammelt, um gegen die Schließung eines Jugendclubs im Geithainer Ortsteil Syhra zu protestieren.

Das nicht professionell bestreute Jugendclubhaus war Ende des Jahres 2010 durch die Geithainer Bürgermeisterin Romy Bauer (CDU) vorgeblich wegen Sachbeschädigungen am Objekt geschlossen worden. Im Nachgang der Schließung wurde jedoch bekannt, dass dieser bis dahin vor allem von Neonazis und deren Symphatisanten genutzt worden war.

In der Sitzung des Stadtrats am selben Abend überreichte Tripp eine Unterschriftenliste für die Wiedereröffnung "Jugend"-Treffpunktes an Bürgermeisterin. Wie sich der Berichterstattung der LVZ entnehmen lässt, erteilte Bauer Tripps Forderung jedoch eine Absage.

Quelle: 

LVZ Borna-Geithain vom 17.02.2011