Nazis aus Leipzig bei Aufmarsch in Berlin

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10.

Oktober
2009
Samstag

750 Neonazis führten eine Demonstration in Berlin-Mitte unter dem Motto "Vom nationalen Widerstand zum nationalen Angriff" durch, um "Rache" für das abgebrannte Nazilokal "Henker" in Schöneweide zu schwören. Die Demonstrierenden vermuteten die Täter in der linken Szene. Ende Oktober stellte sich jedoch heraus, dass die Brandstifter selbst der Neonaziszene angehörten.

Auf der Demonstration befanden sich auch Neonazis aus Leipzig, so der Leipziger JN-Aktivist Istvan Repaczki, Mitarbeiter der NPD-Landtagsfraktion, und Riccardo S., der unter anderem aufgrund des Angriffs auf Spieler und Anhänger_innen des Fußballvereins Roter Stern Leipzig in Brandis am 24.10.2009 angeklagt ist.

Eine Woche später sollte in Leipzig ein neonazistischer Aufmarsch unter dem Motto "Recht auf Zukunft" stattfinden. Dieser wurde jedoch aufgrund von zivilgesellschaftlichen Protesten durch die Polizei unterbunden. Den Aufmarsch organisierten die ehemals "Freien" Kräfte Leipzig um Tommy Naumann und Istvan Repaczki, die 2008 in der NPD-Nachwuchsorganisation JN aufgegangen sind. Im Vorfeld waren Vertreter der Leipziger Neonaziszene unterwegs, um für ihren Aufmarsch zu werben - was auch der Grund für den Berlinausflug gewesen sein dürfte.