Nazi-Schaulaufen aus Anlass des Geburtstages von Hajo Herrmann in der Gedächtnisstätte Borna

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9.

August
2008
Samstag

In der Gedächtnisstätte Borna, die mit ihrer Stossrichtung, die deutschen Opfer des 2. Weltkrieges zu ehren, aktiven Geschichtsrevisionismus betreibt, fand sich am 9.8. die "Creme de la creme" der bundesdeutschen rechten Szene zusammen. Unter Beisein des NPD-Vorsitzenden Udo Voigt und des Nazi-Barden Frank Rennicke wurde der 95. Geburtstag des im NS hoch dekorierten Jagd- und Kampfpiloten und inzwischen bekennenden NPD-Fans Hajo Herrmann begangen. Herrmann verteidigte als Rechtsanwalt Holocaust-Leugner wie David Irving. Er gilt zudem als Ideengeber zur Errichtung des "Denkmals für deutsche Kriegsopfer" und entsprechendem Dokumentationszentrum, wie es nun in Borna geschaffen ist. Anwesend war auch Ursula Haverbeck-Wetzel, langjährige Vorsitzende des Gedächtnisstätte-Vereins und bis zum Mai 2008 Chefin der dann als verfassungsfeindlich verbotenen Vereine Collegium Humanum, Bauernhilfe und "Verein zur Rehabilitierung der wegen Bestreitens des Holocaust Verfolgten" (VRBHV).

Das Dokumentationszentrum - ein riesiges Gebäude mit zugehörigem Gelände von 13.500 qm, konnte 2005 vom Verein "Gedächtnisstätte" für einen Spottpreis (99.000€) von der Lausitzer Mitteldeutschen Bergbau Verwaltungsgesellschaft ersteigert werden und fungiert inzwischen als Anlaufpunkt für die intellektuelle Neue Rechte einerseits, für die regional gut vernetzten "Freien Kräfte" andererseits.

Quelle: 

Bon Courage Borna