Neonazi-Hangout statt "Zeitzeugenvortrag" in der Odermannstraße

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19.

Oktober
2013
Samstag

Am Sonnabend sollte im NPD-Zentrum in der Odermannstraße mal wieder ein geschichtsrevisionistischer Vortrag stattfinden. Dieser wurde jedoch kurzfristig abgesagt. Vermutlich war der vorgesehene Referent krankgeworden. Der Altnazi, ein "Veteran der 2. Panzerdivision", sollte über "die Kämpfe bei Kursk und in den Ardennen" sprechen.

Obwohl der Vortrag ausfiel, trafen sich mehrere Personen in der Odermannstraße 8. Aus dem dunklen Gebäude war am Abend Neonazi-Musik zu hören. Als daraufhin Passant_innen von der Straße aus dazu ihren Unmut bekundeten, kamen sofort etwa 20-30 Personen durch das Tor, die durch Kleidung und Abzeichen als Angehörige der Naziszene erkennbar waren. Sie verfolgten die Rufer_innen, die jedoch entkommen konnten.

Zu dem ursprünglich geplanten Zeitzeugenvortrag eingeladen hatte die Zeitschrift "Ein Fähnlein", die von dem Bremer Neonazi Henrik Ostendorf herausgegeben wird. Ostendorf fungierte zeitweise als Geschäftsführer des "Deutsche Stimme"-Verlags der NPD in Riesa, ist Bruder des "Kategorie C"-Sängers Hannes Ostendorf und ein guter Bekannter des Leipziger NPD-Kaders Nils Larisch.

Quelle: 

chronik.LE