Neonazimob greift NDK nach Fußballspiel in Wurzen an

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12.

Mai
2019
Sonntag

Während Landesklassenspiel zwischen dem „ATSV ‚Frisch auf‘ Wurzen“ und „Roter Stern Leipzig“ fällt eine größere Guppe von mehr als 60 jugendlichen Neonazis im Stadion mit Gesängen wie "Ohne Bullen wärt ihr alle tot" und "Heimatliebe ist kein Verbrechen" auf. Darunter sind bekannte Rechte wie Toni Kurt Bierstedt, ehemaliger Spieler des ATSV Wurzen und Kandidat des „Neues Forum für Wurzen“ zur sächsischen Kommunalwahl im Mai 2019, sowie Cedric Scholz, ehemaliger Schwimmer für den "Schwimmclub Wurzen" und bekannter Neonazi.
Die Gruppe verlässt das Stadion noch vor Spielende und sammelt sich am Wurzener Bahnhof, bis wohin sie die Polizei noch begleitet. Von dort aus gelangt ein Teil der Gruppe zum Vereinssitz des Netzwerks für Demokratische Kultur e.V. (NDK) und greift diesen gegen 18:15 Uhr an. Dabei zerstören die teilweise vermummten Angreifer mehrere Kameras und werfen Bierflaschen gegen die Fassade des historischen Gebäudes. Zusätzlich beschädigen sie auch das Portal und Eingangstür, welche erst kürzlich restauriert wurden. Das NDK hat am Montag Anzeige erstattet, die Polizei ermittelt.
Das NDK hat bereits im Januar 2019 auf die zu Etablierung einer neuen Neonazi-Kameradschaft aufmerksam gemacht. Ein Teil dieser trainiert in einer etablierten rechten Kampfsport-Gruppe in Leipzig.

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