Neonazis bedrohen Fahrgäste im Zug von Torgau nach Leipzig und greifen diese an

Druckeroptimierte VersionAls Email versenden

8.

September
2018
Samstag

Am Rande des sogenannten Tags der Sachsen werden im Zug von Torgau nach Leipzig Fahrgäste von rund 10 jungen Männern beschimpft und angegriffen. Reisende werden als "Zecken" beschimpft. Laut Zeugenaussagen fangen die Männer in der überfüllten Bahn an, Menschen anzuschreien und sie gegen die Scheiben zu drücken. Es kommt zu Handgreiflichkeiten, bei dem ein älterer Mann blutige Kratzer im Gesicht davonträgt. Zudem wird eine Brille zerstört.
Nachdem die Zugreisenden lautstark gegen die Gruppe protestiert, gehen sie in das nächste Abteil, um dort Menschen anzugreifen. Als die Gruppe aussteigt, treten sie auf einen jungen Mann ein, der am Boden liegt und auf die Gleise fällt. Die Täter, die dem neonazistischen Spektrum zuzuordnen sind, zeigen zudem wiederholt den Hitlergruß.

Im Internet kursieren in der Folge Fake-News, in denen der Angriff als linker Überfall bezeichnet wird. Unter den Kommentierenden sind ein NPD-Kader aus Leipzig sowie eine Person, die am Angriff auf Connewitz beteiligt gewesen sein soll.

Quelle: