Neonazis marschieren bei "Flash-Mob" in Eilenburg auf

Druckeroptimierte VersionAls Email versenden

1.

März
2010
Montag

Nach Oschatz nun Eilenburg: Mitglieder des JN-Stützpunktes Eilenburg/Delitsch stören mit Transparent und JN-Fahnen einen "Flash-Mob" von mehreren Menschen, die gegen die von der gelb-schwarzen Landesregierung beschlossenen Kürzungspläne bei der Jugendförderung zu protestieren. Die Störer sind größtenteils im typischen Stil der sogenannten "Autonomen Nationalisten" gekleidet und treten sehr bedohlich auf. Nach der Störaktion ziehen sie Parolen skandierend, den Nationalsozialismus fordernd, durch die Stadt.

Auf den Seiten der NPD Nordsachsen ist im Zusammenhang mit den Störaktionen bei den Protesten zu lesen, dass sich die NPD im nordsächsischen Kreistag "vehement" gegen die Mittelvergabe an alternative Projekte und nichtrechte Jugendeinrichtungen "beziehen" wird. Überall dort, wo Nazis keinen Einfluss über Jugendliche gewinnen können, wittern sie "eine gewaltbereite linke Jugendsubkultur". "Die Jugendarbeit in freier Trägerschaft", so die NPD Nordsachsen, "hat nicht die Aufgabe, die Kinder und Jugendlichen zu politisieren". Nein, dass übernimmt sie lieber selbst. Und überall dort, wo alternative Jugendzentren oder nichtrechte Jugendclubs existieren, können Nazis ihre "Politisierung" nicht ungestört betreiben. In diesem Sinne sind auch die in Eilenburg skandierten Parolen zu deuten: "Freiräume schaffen! Nationale Zentren verteidigen!" und "Freiräume schaffen! Aktiv werden!".

Quelle: 

Freies Netz/AB Nordsachsen vom 02.03.2010